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Zisch am Internatsgymnasium Louisenlund : Junge Autoren stürzen sich ins Zeitungsabenteuer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sechs Wochen lang lasen die Schüler der 9b am Internatsgymnasium Louisenlund jeden Tag die Zeitung. Außerdem versuchten sie sich selber als Reporter.

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2014 | 16:17 Uhr

Güby | Sturm „Christian“, die Rader Hochbrücke, HSH-Nordbank, Afghanistan oder packende Sportereignisse – die Themen, an die sich die Schüler der 9b des Internatsgymnasiums Louisenlund nach ihrem Zisch-Projekt am besten erinnerten, sind vielfältig. Clemens interessierte sich am meisten für Umweltthemen, Christoph eher für Wirtschaft, Henni konnte bei Kultur-Themen mitreden und Anabell las neben politischen auch regionale Texte.

Deutschlehrerin Katja Stieringer berichtete, dass die tägliche Lektüre der Zeitung für die meisten Schüler ungewohnt war. Als sie 1997 als eine der ersten Lehrerinnen am Zisch-Projekt teilnahm, sei das anders gewesen: „Heute müssen die Schüler das Zeitunglesen richtig lernen. Das war früher einfacher, da gehörte die Zeitung zum Frühstück dazu.“

Trotzdem hatte die 9b keine Probleme mit den Zeitungstexten: Die meisten seien leicht zu verstehen, die Schreibweise wäre gut, erklärten die Jugendlichen. Schwierigkeiten, so erinnerte sich Stieringer, haben aber des öfteren die Überschriften gemacht. Von Revolte, Inflation, Opposition,  Putsch oder Klausurtagungen sei die Rede gewesen – Letzteres erinnert Neuntklässler natürlich zunächst an Klausuren in der Schule. Nach einer kleinen Unterrichtseinheit zu Fremdwörtern und Fachbegriffen, war dieses Missverständnis aber wieder aus der Welt geschafft und es ging weiter im Text: Über einen Zeitraum von sechs Wochen lasen die Schüler jeden Tag ihre Zeitung, schnitten pro Woche zehn Artikel aus, die sie interessierten, markierten darin die wichtigsten Informationen und schrieben wöchentlich zu zwei Texten je eine Zusammenfassung und einen Kommentar. Dieser Arbeitsaufwand neben den normalen Hausaufgaben und Klassenarbeiten war für den 14-jährigen Niklas Möller eine Herausforderung. „Die sechs Wochen waren für mich schon ziemlich lang“, gestand er, aber nach einem Endspurt kurz vor dem Abgabetermin, war er dann doch stolz, seinen dicken Ordner mit den Ausarbeitungen endlich fertig zu haben. „Auch wenn die Note dann hinterher nicht so gut war“, räumte er schmunzelnd ein.

Für seinen Klassenkameraden Christoph Dansard war der Recherchebesuch im Tierpark Gettorf sein persönlicher Zisch-Höhepunkt. Vor Ort informierte er sich speziell über die Geschichte des Parks, die Familientradition und die Vielfalt an unterschiedlichen Tierarten und verfasste anschließend gemeinsam mit drei Mitschülern einen informativen Bericht, der Ende Januar in der Eckernförder Zeitung  veröffentlicht wurde.

Lehrerin Stieringer ist Zisch wichtig, da sie den Blick der Schüler für das Geschehen in der Welt schärfen möchte, sodass sie fundiert dazu Position beziehen können. Stieringer: „Ich bin eine Überzeugungstäterin. Im Herbst bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“

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