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Schiffsunglück : Vermisste schwedische Journalistin nicht in dänischem U-Boot

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Ein U-Boot ist gesunken, eine Journalistin wird vermisst. Der U-Boot-Kapitän sitzt in U-Haft.

Kopenhagen | Von der nach dem Untergang eines privaten dänischen U-Boots vermissten schwedischen Journalistin fehlt weiter jede Spur. Die dänische Polizei teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau am Sonntag in Kopenhagen mit, sie habe bei einer Durchsuchung des Bootes keine Leiche gefunden. Gegen den Kapitän des Boots war am Samstag Untersuchungshaft wegen eines Tötungsdelikts verhängt worden. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Das 18 Meter lange U-Boot war in der Nacht zum Freitag vor Kopenhagen gesunken. Am Donnerstagabend war der U-Boot-Fahrer Peter Madsen mit der 30-jährigen Schwedin aufgebrochen. Er sagte aus, sie anschließend auf einer kleinen Insel im Kopenhagener Hafengebiet abgesetzt zu haben.

Das U-Boot wurde am Samstag aus sieben Metern Wassertiefe gehoben. Am Sonntagfrüh wurde zunächst das Wasser abgelassen. Dann gingen Techniker mit Schutzkleidung und Gasmasken an Bord und durchsuchten es.

Am Freitagmorgen suchten zwei Rettungshubschrauber und drei Schiffe mit speziellem Sonar-Gerät nach dem 18 Meter langen und 40 Tonnen schweren U-Boot und fanden es schließlich in der Bucht von Køge, wo es gesunken war. Laut eigener Aussage hatte der Besitzer die Journalistin am Donnerstagabend an Land gebracht. „Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen“, sagte er.

Am Samstag begannen Bemühungen, die „Nautilus“ zu heben. „Wir hoffen, sie zu heben und in den Hafen zu bringen“, sagte Polizeioffizier Carsten Reenberg der Deutschen Presse-Agentur. Unklar sei, wie lange die Operation dauern werde.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die die schwedische Journalistin nach 22.30 Uhr am Donnerstagabend gesehen haben.

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erstellt am 12.Aug.2017 | 18:17 Uhr

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