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Human Development Index 2014 : In Norwegen lebt es sich am Besten – und bei uns?

vom
Aus der Onlineredaktion

Der neue UN-Bericht preist die Lebensqualität in Nordeuropa. Insgesamt sei die internationale Entwicklung positiv.

Genf | Norwegen hat es zum zwölften Mal in Folge geschafft, seine Spitzenposition beim Index für humane Entwicklung (Human Development Index, HDI) zu behaupten. Vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) wurde der skandinavische Staat als lebenswertestes Land der Erde gekürt. Dänemark bleibt auf Rang vier. Deutschland schneidet auch nicht schlecht ab.

Der jährlich erscheinende „Human Development Index“ der Vereinten Nationen ist ein Wohlstandsindikator für die Staaten der Erde. Grund für die Etablierung 1990 war die mangelnde Aussagekraft vorheriger Entwicklungs-Messungen, die sich einzig auf einzelne Werte wie Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stützten.


„Norwegen hat im Laufe der Zeit sein Einkommen steigern können, zugleich sind die Einkommen relativ gleichmäßig verteilt. Norwegen hat es darüber hinaus geschafft, in Ausbildung und Gesundheit zu investieren. Außerdem gibt es in Norwegen eine große Gleichheit zwischen Männern und Frauen“, sagte Jens Wandel, Chef der UNDP-Verwaltung, der norwegischen Agentur NTB.

Hier das gesamte Ranking des „Human Development Index“

1 Norway 0.94

2 Australia 0.94

3 Switzerland 0.93

4 Denmark 0.92

5 Netherlands 0.92

6 Germany 0.92

6 Ireland 0.92

8 US 0.92

9 Canada 0.91

9 New Zealand 0.91

11 Singapore 0.91

12 Hong Kong 0.91

13 Liechtenstein 0.91

14 Sweden 0.91

14 UK 0.91

16 Iceland 0.90

17 South Korea 0.90

18 Israel 0.89

19 Luxembourg 0.89

20 Japan 0.89

21 Belgium 0.89

22 France 0.89

23 Austria 0.89

24 Finland 0.88

25 Slovenia 0.88

26 Spain 0.88

27 Italy 0.87

28 Czech Republic 0.87

29 Greece 0.87

30 Estonia 0.86

31 Brunei 0.86

32 Cyprus 0.85

32 Qatar 0.85

34 Andorra 0.85

35 Slovakia 0.84

36 Poland 0.84

37 Lithuania 0.84

37 Malta 0.84

39 Saudi Arabia 0.84

40 Argentina 0.84

41 United Arab Emirates 0.84

42 Chile 0.83

43 Portugal 0.83

44 Hungary 0.83

45 Bahrain 0.82

46 Latvia 0.82

47 Croatia 0.82

48 Kuwait 0.82

49 Montenegro 0.80

50 Belarus 0.80

50 Russia 0.80

52 Oman 0.79

52 Romania 0.79

52 Uruguay 0.79

55 Bahamas 0.79

56 Kazakhstan 0.79

57 Barbados 0.79

58 Antigua and Barbuda 0.78

59 Bulgaria 0.78

60 Palau 0.78

60 Panama 0.78

62 Malaysia 0.78

63 Mauritius 0.78

64 Seychelles 0.77

64 Trinidad and Tobago 0.77

66 Serbia 0.77

67 Cuba 0.77

67 Lebanon 0.77

69 Costa Rica 0.77

69 Iran 0.77

71 Venezuela 0.76

72 Turkey 0.76

73 Sri Lanka 0.76

74 Mexico 0.76

75 Brazil 0.76

76 Georgia 0.75

77 Saint Kitts and Nevis 0.75

78 Azerbaijan 0.75

79 Grenada 0.75

80 Jordan 0.75

81 Macedonia 0.75

81 Ukraine 0.75

83 Algeria 0.74

84 Peru 0.73

85 Albania 0.73

85 Armenia 0.73

85 Bosnia and Herzegovina 0.73

88 Ecuador 0.73

89 Saint Lucia 0.73

90 China 0.73

90 Fiji 0.73

90 Mongolia 0.73

93 Thailand 0.73

94 Dominica 0.72

94 Libya 0.72

96 Tunisia 0.72

97 Colombia 0.72

97 Saint Vincent and the Grenadines 0.72

99 Jamaica 0.72

100 Tonga 0.72

101 Belize 0.72

101 Dominican Republic 0.72

103 Suriname 0.71

104 Maldives 0.71

105 Samoa 0.70

106 Botswana 0.70

107 Moldova 0.69

108 Egypt 0.69

109 Turkmenistan 0.69

110 Gabon 0.68

110 Indonesia 0.68

112 Paraguay 0.68

113 Palestine 0.68

114 Uzbekistan 0.68

115 Philippines 0.67

116 El Salvador 0.67

116 South Africa 0.67

116 Viet Nam 0.67

119 Bolivia 0.66

120 Kyrgyzstan 0.66

121 Iraq 0.65

122 Cape Verde 0.65

123 Micronesia 0.64

124 Guyana 0.64

125 Nicaragua 0.63

126 Morocco 0.63

126 Namibia 0.63

128 Guatemala 0.63

129 Tajikistan 0.62

130 India 0.61

131 Honduras 0.61

132 Bhutan 0.61

133 Timor-Leste 0.60

134 Syria 0.59

134 Vanuatu 0.59

136 Congo 0.59

137 Kiribati 0.59

138 Equatorial Guinea 0.59

139 Zambia 0.59

140 Ghana 0.58

141 Laos 0.57

142 Bangladesh 0.57

143 Cambodia 0.56

143 Sao Tome and Principe 0.56

145 Kenya 0.55

145 Nepal 0.55

147 Pakistan 0.54

148 Myanmar 0.54

149 Angola 0.53

150 Swaziland 0.53

151 Tanzania 0.52

152 Nigeria 0.51

153 Cameroon 0.51

154 Madagascar 0.51

155 Zimbabwe 0.51

156 Mauritania 0.51

156 Solomon Islands 0.51

158 Papua New Guinea 0.51

159 Comoros 0.50

160 Yemen 0.50

161 Lesotho 0.50

162 Togo 0.48

163 Haiti 0.48

163 Rwanda 0.48

163 Uganda 0.48

166 Benin 0.48

167 Sudan 0.48

168 Djibouti 0.47

169 South Sudan 0.47

170 Senegal 0.47

171 Afghanistan 0.47

172 Ivory Coast 0.46

173 Malawi 0.45

174 Ethiopia 0.44

175 Gambia 0.44

176 DRC 0.43

177 Liberia 0.43

178 Guinea-Bissau 0.42

179 Mali 0.42

180 Mozambique 0.42

181 Sierra Leone 0.41

182 Guinea 0.41

183 Burkina Faso 0.40

184 Burundi 0.4

185 Chad 0.39

186 Eritrea 0.39

187 Central African Republic 0.35

188 Niger 0.35

Quelle: UNDP

Insgesamt wurden 188 Länder für die Erhebung bewertet. Kriterien sind die Lebenserwartung, die Alphabetisierung, die Einschulungsquote und das Pro-Kopf-Einkommen. Hinter Norwegen folgen im HDI, der zum 25. Mal nach 1990 veröffentlicht wurde, Australien, die Schweiz und Dänemark. Am Ende liegt der Niger, davor die Zentralafrikanische Republik, Eritrea und der Tschad. Deutschland rangiert gemeinsam mit Irland auf Rang sechs, Schweden auf Rang 14. Indien als offiziell größte Demokratie der Welt landete auf Platz 130.

Unter den 204 Millionen erfassten Arbeitslosen weltweit seien 74 Millionen junge Menschen, so der Report. Bei der Jugendarbeitslosigkeit – die ein großes Entwicklungshemmnis ist – müsste weiter nach Lösungen gesucht werden. 830 Millionen Menschen würden auf der anderen Seite zwar arbeiten, allerdings zu Hungerlöhnen von weniger als zwei US-Dollar am Tag. So könnten die Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft werden.

Insgesamt sieht die UNDP aber durchaus Fortschritte im Bereich der Lebensqualität in den letzten 25 Jahren. Die Zahl der Menschen, die in der Ländern der Kategorie „sehr hohe menschliche Entwicklung“ leben, hat sich seit 1990 verdoppelt. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen die in Ländern mit „sehr niedriger Lebensqualität“ beheimatet sind, laut dem Bericht stark gefallen. Ehedem 3,2 Milliarden Menschen seien es heute noch 1,2 Milliarden. 19 Länder schafften den Sprung aus der Kategorie „geringe menschliche Entwicklung“.

Die UNDP-Vorsitzende Helen Clark wird in dem Report dennoch mit mahnenden Worten zitiert: „Es warten schwierige Herausforderungen, von permanenter Armut zu aufreibenden Ungerechtigkeiten durch den Klimawandel über die generellen Nachhaltigkeitsfragen bis zu Konflikten und Instabilität“.

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erstellt am 14.Dez.2015 | 18:13 Uhr

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