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Flüchtlingskrise : Idomeni: Hilfsorganisationen sollen bei Räumung des Lagers helfen

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Etwa 10.000 Menschen sitzen im improvisierten Flüchtlingslager bei Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze fest. Hilfsorganisationen sollen nun helfen, die Menschen in staatliche Lager umzusiedeln.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2016 | 11:42 Uhr

Athen | Das improvisierte Flüchtlingslager von Idomeni soll bis Ende Mai geleert werden. Die griechische Regierung hat nun Hilfsorganisationen aufgerufen, bei der Räumung zu helfen.

Die Flüchtlinge und Migranten sitzen fest, weil die Balkanroute in Richtung Westeuropa geschlossen ist und nur noch Personen mit gültigen Reisedokumenten und Visa passieren dürfen. Die Lebensbedingungen in dem Flüchtlingslager an der Grenze sind katastrophal.

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die 10.000 Menschen freiwillig aus dem Lager an der Grenze zu Mazedonien in staatlich organisierte Lager zögen. Wenn Idomeni nicht gewaltsam geräumt werden solle, müssten auch die Hilfsorganisationen zur Umsiedlung aufrufen, erklärte der griechische Minister für Migration, Ioannis Mouzalas, der Athener Tageszeitung „Kathimerini“ vom Donnerstag zufolge.

Laut diesem Bericht erwartet Mouzalas, dass 40.000 Flüchtlinge und Migranten für einen längeren Zeitraum in Griechenland bleiben werden. Seit fast sieben Wochen halten Flüchtlinge bei Idomeni den für die griechische Wirtschaft wichtigen Bahnübergang nach Mazedonien besetzt. Bewohner des Dorfes beschweren sich zunehmend über die Probleme, die durch das improvisierte Flüchtlingslager entstünden.

 

Wegen der Schließung der mazedonischen Grenze stecken mehr als 54.000 Menschen im Land fest. Die meisten wollen weiter nach Mittel- und Nordeuropa, viele geben Deutschland als Ziel an.

Nach der Schließung der Balkanroute und dem am 20. März inkraft getretenen EU-Abkommen mit der Türkei über eine Rücknahme illegaler Einwanderer ist der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland abgeebbt. Binnen 24 Stunden kamen bis Donnerstagmorgen nur 87 Migranten an. Das teilte der Stab für die Flüchtlingskrise in Athen mit. Am Vortag waren es 55 gewesen.

Im April waren insgesamt 3469 Menschen angekommen. Bislang sind knapp 400 Menschen in die Türkei zurückgeschickt worden.

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