Handball-Gipfel : HSV muss heute nach Kiel

Kiels Dominik Klein und Hamburgs Stefan Schröder kämpfen bei der Partie vom 16. November 2010 in Hamburg um den Ball. Foto: dapd
Kiels Dominik Klein und Hamburgs Stefan Schröder kämpfen bei der Partie vom 16. November 2010 in Hamburg um den Ball. Foto: dapd

"Der THW Kiel wird Meister." Das sagt der Trainer der SG Flensburg-Handewitt. Heute Nachmittag empfangen die "Zebras" den Noch-Meister Hamburg.

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11. Dezember 2011, 10:23 Uhr

Kiel | Es kann ein Abend der Vorentscheidung werden. Wenn heute (17.30 Uhr) der HSV Hamburg beim souveränen Tabellenführer THW Kiel antritt, geht es für den Titelverteidiger bereits um alles. Sollten die Hamburger in der Ostseehalle verlieren, lägen sie schon acht Minuspunkte hinter den Kielern zurück. Acht Punkte: Im Handball sind das Welten.
Rechnerisch wäre natürlich auch bei einer HSV-Niederlage noch alles möglich. Allein fehlt der Konkurrenz jetzt schon der Glaube. "Der THW Kiel wird Meister, da bin ich mir sicher", sagt Ljubomir Vranjes, Trainer von Flensburg-Handewitt, unabhängig vom Ausgang des Spiels gegen den HSV Hamburg. Auch wenn die Füchse Berlin mit derzeit fünf Minuspunkte Rückstand noch zwischen Hamburg und Kiel liegen: Unvorstellbar, dass Kiel so einen Vorsprung noch verspielen würde. Zu wenige Mannschaften haben das Potenzial, die Kieler zu besiegen. "Ich sehe momentan kein Team, das Kiel in dieser Form schlagen kann", fügt Vranjes hinzu.
HSV-Trainer: "Es wird sehr schwer für uns"
Nur ein möglicher Schwächeanfall der derzeit Unbesiegbaren könnte der Bundesliga ein Stück Resthoffnung zurückgeben: Doch Schwäche zeigten zuletzt eher die Hamburger. 31:32 verloren sie am Mittwoch in Lübbecke, dem Achten der Tabelle. "Wir waren einfach zu schlecht", sagte Hamburgs Hans Lindberg und brachte die enttäuschende Leistung seiner Mannschaft gegen Lübbecke auf den Punkt. Und was zu schlecht gegen Lübbecke ist, dürfte gegen Kiel in Normalform zur Demütigung führen. "Es war totenstill in der Kabine", sagte Matthias Flohr nach der überraschenden Auswärtsniederlage. HSV-Trainer Per Carlen weiß: "Es wird sehr schwer für uns." Dennoch glaubt der HSV trotzig an seine Chance in der Kieler Ostseehalle. "Der Sechs-Punkte-Abstand ist völlig egal", betonte Flohr. "Wir wollen in Kiel sowieso gewinnen, das ist ein Highlight-Spiel. Alles andere ist uns erstmal egal."
In Kiel will derweil niemand etwas von einer Entscheidung nichts wissen - zumindest nicht öffentlich. "Das Titelrennen ist noch lange nicht entschieden", sagte Kiels Außenspieler Dominik Klein. "Wir können zwar stolz auf uns sein, und ich glaube, solch eine Serie mit 30 Punkten in Folge hat auch noch niemand geschafft." Aber nun gelte "unsere volle Konzentration dem HSV-Spiel."

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