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Geheimdienste : Hintergrund: Wie das Spähprogramm «Prism» funktioniert

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Das Überwachungsprogramm «Prism» gibt dem US-Militärgeheimdienst NSA nach Angaben des Informanten Edward Snowden direkten Zugang zur Internetkommunikation über verschiedene Anbieter.

Neun Firmen bzw. Dienste arbeiten angeblich mit der NSA zusammen: Microsoft, Google, Yahoo, Facebook, PalTalk, YouTube, Skype, AOL und Apple.

Das Abschöpfen der Informationen geht laut «Washington Post» nach einer von Snowden enthüllten NSA-Präsentation so: Ein NSA-Mitarbeiter tippt eine Anfrage in das Programm ein. Ein NSA-Kollege bestätigt, dass die Abfrage geheimdienstlich notwendig ist und dass anzunehmen ist, dass die Zielperson nicht in den USA oder US-Bürger ist. Die Überwachung von Amerikanern ist dem NSA nämlich untersagt. Sie geschieht jedoch mitunter «irrtümlich» oder «zufällig».

Die Datenabfrage soll über die US-Bundespolizei FBI erfolgen, die Ausrüstung direkt bei den Internetfirmen stehen habe. Das FBI greife Informationen direkt von den Unternehmen ab und gebe die Daten ungeprüft an den Geheimdienst weiter, schreibt die «Washington Post». Das widerspricht der Darstellung der Firmen. Google, Yahoo, Facebook und Microsoft hatten seit Bekanntwerden der Überwachungsprogramme betont, der Regierung keinen direkten Zugang zu ihren Computern zu gewähren.

Die Daten werden mit Hilfe spezialisierter Programme analysiert. So werden Sprachdateien mit dem Programm «Nucleon» und Daten zum Surfverhalten mit «Marina» gefiltert. Das Programm «Conveyance» soll sicherstellen, dass US-Bürger nicht überwacht werden.

Die NSA hat dem «Guardian» zufolge Google, Microsoft, Yahoo und anderen Unternehmen Millionenbeträge für die Anpassung ihrer Technik an die Geheimdienstanforderungen gezahlt. Google betont, nicht an «Prism» teilgenommen zu haben; die Firma wird in Snowdens NSA-Akten als «PRISM-Provider» erwähnt.

Folien zu Prism bei der «Washington Post>

Erläuterung der Post zu Prism

Artikel «Guardian»

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erstellt am 06.Sep.2013 | 12:51 Uhr

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