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Finanzen : Hintergrund: Die USA - bei Ratingagenturen ein Sonderfall

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Hoch verschuldete Staaten wie die Euro-Krisenländer haben allen Grund, die Noten der großen Ratingagenturen zu fürchten. Deren Urteil ist meist entscheidend dafür, wieviel sie für neue Schulden an Zinsen berappen müssen.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 17:13 Uhr

Stufen Moody's, Standard & Poor's oder Fitch die Kreditwürdigkeit herab, wird es für den betroffenen Staat am Kapitalmarkt in aller Regel automatisch teurer.

Einzige Ausnahme bislang: die USA. Als größte Volkswirtschaft der Welt nehmen die Vereinigten Staaten eine Sonderrolle ein. Die gewaltige Wirtschaftsmacht und die Rolle US-Dollar als Leitwährung der Welt sorgen dafür, das US-Staatsanleihen bislang als einer der wenigen «sicheren Häfen» für Anleger gelten.

Bei der größten Ratingagentur Standard & Poor's hat Washington beispielsweise längst die Topnote «AAA» verloren. Nach ähnlichen Budgetstreitigkeiten vor zwei Jahren hatte S&P den Daumen gesenkt. Aber die USA konnten sich weiter zu günstigen Konditionen Geld am Kapitalmarkt leihen.

Die Ausnahmerolle der Amerikaner wird auch von der US-Notenbank gestützt. Sie hat die Hoheit über die Währung und kann die Welt unbegrenzt mit Dollar fluten. Das hat sie in der Finanzkrise zuletzt gezeigt.

Im aktuellen US-Finanzstreit hielten sich die beiden US-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bislang bedeckt. Nur die kleinste der drei Großen, Fitch, droht mit einer Herabstufung. Bei Moody's und Fitch haben die USA noch die Bestnote «AAA».

Fitch-Mitteilung

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