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21. Oktober 2017 | 03:48 Uhr

Konflikte : Hintergrund: Der Bürgerkrieg in Syrien

vom

Im Bürgerkrieg in Syrien sind bisher mehr als 100 000 Menschen getötet worden. Seit langem gibt es Berichte, dass Machthaber Baschar al-Assad im Kampf gegen Rebellen auch Giftgas einsetzt.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 12:33 Uhr

15. März 2011: Eine Demonstration in der Hauptstadt Damaskus setzt eine Protestwelle gegen das Assad-Regime in Gang. Schon in den ersten Tagen werden mehr als 100 Menschen getötet.

23. Juni: Syrische Granaten schlagen auf türkischem Gebiet ein; weitere Grenzzwischenfälle folgen, auch mit dem Libanon und Jordanien.

3. August: Der UN-Sicherheitsrat einigt sich nach dem blutigen Vorgehen gegen Regimegegner erstmals auf eine Verurteilung Assads.

4. Februar 2012: Aus der Protesthochburg Homs wird das schlimmste Blutbad seit Beginn der Proteste gemeldet. Hunderte Menschen sterben.

25. Februar: In Tunis gründen mehr als 60 Staaten die «Freundesgruppe» für ein demokratisches Syrien.

14. April: Die UN schicken nach einem Beschluss des Sicherheitsrats Militärbeobachter nach Syrien.

2. August: UN-Vermittler Kofi Annan gibt auf. Es werden neue Massaker an Zivilisten gemeldet, die UN-Beobachter ziehen ab.

20. August: US-Präsident Barack Obama droht mit Konsequenzen, sollte das Assad-Regime die «rote Linie» überschreiten und Chemiewaffen einsetzen.

28. Februar 2013: Die Staaten der «Freundesgruppe» wollen Syriens Opposition politisch und finanziell helfen, aber keine Waffen liefern.

19. März: Rebellen und Armee beschuldigen sich gegenseitig, Giftgas eingesetzt zu haben.

14. Juni: Der US-Geheimdienst gehe davon aus, dass das Assad-Regime chemische Kampfstoffe eingesetzt habe, erklärt der Vize-Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Ben Rhodes.

26. August: Der von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon berufene Giftgasexperte Åke Sellström bricht mit einem Expertenteam auf, um den Verdacht eines Chemiewaffeneinsatzes nahe Damaskus zu untersuchen. Die syrische Führung hatte zuvor nach langer Weigerung einer Untersuchung von vier Verdachtsfällen zugestimmt. - Die USA sind laut Außenminister John Kerry so gut wie überzeugt, dass das Regime Giftgas eingesetzt hat. Er wirft Damaskus vor, Beweise zu vernichten. Die USA und die internationale Gemeinschaft müssten darauf antworten. Präsident Obama werde in Kürze darüber entscheiden.

UN-Informationen zu Syrien

Auswärtiges Amt zu Syrien

Human Rights Watch zu Syrien

Amnesty International zu Syrien

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