Konflikte : Hintergrund: Angeblich klare Beweise - der Fall Irak

Colin Powell verfolgt am 23.9.2003 die Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Campbell
Colin Powell verfolgt am 23.9.2003 die Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Campbell

Hat das Regime von Präsident Baschar al-Assad in Syrien die eigene Bevölkerung mit Giftgas bombardiert oder nicht? Dass die US-Regierung schon jetzt von klaren Beweisen spricht, erinnert an den Beginn des Krieges gegen den Irak vor zehn Jahren.

shz.de von
31. August 2013, 13:03 Uhr

Am 5. Februar 2003 legte US-Außenminister Colin Powell im UN-Sicherheitsrat angeblich unwiderlegbare Beweise vor, dass der irakische Diktator Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen herstelle und die UN-Waffenkontrolleure systematisch hinters Licht führe.

Das war falsch: Ein Untersuchungsausschuss des US-Senats zog in einem 2004 vorgelegten Bericht den Schluss, dass dem Angriff gegen den Irak fehlerhafte Analysen der Geheimdienste zugrunde lagen. US-Waffeninspekteure bestätigten, dass keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden. Später bedauerte Powell seinen Auftritt im UN-Sicherheitsrat als «Schandfleck» in seiner Karriere.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen