Kollision auf der Elbe Schiffe stoßen im Hamburger Hafen zusammen

Von shz.de | 05.03.2014, 10:51 Uhr

Dichter Nebel liegt über der Elbe. Die Besatzung eines Frachtschiffs sieht offenbar nicht, dass vor ihnen ein Binnenschiff fährt. Es kommt zur Kollision.

Ein riesiges Loch in der Mitte der „Jade“ zeugt von dem Unfall: Das Binnenschiff liegt am Strand vor Övelgönne, nachdem es Mittwochmorgen in dichtem Nebel von einem Frachtschiff gerammt wurde. Mittig getroffen konnte die „Jade“ noch aus eigener Kraft ans Ufer fahren. Dort liegt sie jetzt auf Grund.

Laut Polizeisprecher Andreas Schöpflin wurde niemand verletzt. Die Wasserschutzpolizei untersucht, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der 90 Meter lange und 15 Meter breite Frachter „Wilson Fedje“ (Heimathafen Bridgetown) mit einem Lotsen an Bord von der Nordsee kommend in den Hafen. Die 80 Meter lange und 9,50 Meter breite „Jade“ verließ den Hafen mit 1000 Tonnen Sojaschrot an Bord.

Um ein Sinken zu verhindern, setzte der Schiffsführer die „Jade“ auf Grund. Treibstoff und Öl sind nicht ausgetreten, wohl aber ein Teil der Ladung. Vorsichtshalber legte die Feuerwehr Ölsperren. Die „Wilson Fedje“ blieb nahezu unbeschädigt und konnte ihre Fahrt in den Hamburger Hafen fortsetzen. Dort hat sie am Kali-Kai festgemacht. Ein Vertreter der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft sprach ein Auslaufverbot für die „Wilson Fedje“ aus.

Die Wasserschutzpolizei sicherte die Radarbilder und Funkaufzeichnungen, die noch ausgewertet werden. Die Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache dauern an. Auch am Donnerstagmorgen war die Unfallursache noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Die Bergungsarbeiten an der havarierten „Jade“ haben indes begonnen.

TEASER-FOTO: Axel Heimken, dpa