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Fotos bei Twitter : Hai beißt Touristin auf Gran Canaria

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine Spanierin postet Fotos ihres Unterarms und versetzt die Twitter-Gemeinde in Aufregung.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 16:10 Uhr

Aguimes | Eine Touristin wird von ihrem Weihnachtsurlaub auf der spanischen Insel Gran Canaria tiefe Narben am Körper davontragen. Die Spanierin Cristina Ojeda-Thies wurde beim Schwimmen am Playa de Arinaga in Aguimes von einem Hai gebissen, wie sie die Welt mit zwei Bildern ihres von deutlichen Bisspuren gezeichneten Unterarms über Twitter wissen ließ. Ihr warnender Tweet mit Ansprache: „Diese Dinge passieren, wenn man im Dezember vor den Kanaren schwimmen geht", wurde über 2000 Mal geteilt.

Die kanarische Insel Gran Canaria steht vor allem in den Wintermonaten hoch im Kurs bei Touristen, die milde Temperaturen suchen. Die Region um Playa de Arinaga gilt zudem als beliebtes Taucherrevier. Zu Hai-Angriffen kommt es dort praktisch nie.


„Ich bemerkte, wie etwas an meinem linken Arm zog. Zuerst habe ich das nicht weiter beachtet. Es fühlte sich ein wenig so an, als wenn ein Hund dich im Spiel beißt", sagte Ojeda-Thies „The Telegraph“ zu ihrem ungewollten Urlaubs-Abenteuer, das nur 18 Meter vom Ufer entfernt passierte. Auf dem Weg zurück zum Strand habe sie gespürt, wie etwas sie festhielt, das wie ein Fisch aussah. Nachdem sie den Angreifer mit einer Hand schlug, wandte er sich ab. Dabei hätte sie die markante Haifschflosse gesehen, so die 38-Jährige. Auch wenn die Fotos etwas anderes vermittelt: Schmerzen habe sie auch auf dem Weg ins Krankenhaus kaum verspürt. Jedoch bereite das Geschehene ihr Angst.

Um die sich aufbauschende Panik-Debatte nach ihrem überschwänglich rezitierten Tweet aufzuhalten, meldete Ojeda-Thies sich Tage später abermals über Twitter: „Ich möchte klarstellen, dass ich nicht angegriffen, sondern lediglich heftig gebissen wurde“.

Experten vermuten, dass es sich bei dem bissigen Fisch um einen Seidenhai gehandelt hat. Diese zwei bis drei Meter lange Spezies greift Menschen eigentlich nur an, wenn sie sich bedroht fühlt. Es habe sich bei dem Einzelfall womöglich um eine Verwechslung gehandelt, weitere Angriffe seien „in den nächsten 50 Jahren“ nicht zu erwarten, sagte Fernando Frias. Er ist Präsident des Hai-Verbundes auf den kanarischen Inseln.

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