Sterbehilfe-Talk : Günther Jauch verliest Abschiedsbrief von Udo Reiter

In seiner ARD-Talkshow las Günther Jauch den Abschiedsbrief von Udo Reiter vor.
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In seiner ARD-Talkshow las Günther Jauch den Abschiedsbrief von Udo Reiter vor.

Weil er die Demenz füchtete, nahm sich Udo Reiter das Leben. Talkmaster Günther Jauch nahm sich den Suizid des Ex-MDR-Intendanten zum Anlass für eine Sterbehilfe-Debatte – und verlas den Abschiedsbrief.

shz.de von
20. Oktober 2014, 13:58 Uhr

Berlin | Moderator Günther Jauch (58) hat mit dem Verlesen des Abschiedsbriefes von Ex-MDR-Intendant Udo Reiter eine heftige Debatte im Fernsehpublikum ausgelöst. 4,34 Millionen sahen am Sonntagabend ab 21.45 Uhr die Ausgabe der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ zum Thema selbstbestimmter Tod und Sterbehilfe.

In den Stunden nach der Sendung gingen auf der Facebook-Seite des Senders zahlreiche Kommentare ein. Udo Reiter hatte sich am 9. Oktober mit 70 Jahren selbst getötet. „Nach fast 50 Jahren im Rollstuhl haben meine körperlichen Kräfte in den letzten Monaten so rapide abgenommen, dass ich demnächst mit dem völligen Verlust meiner bisherigen Selbstständigkeit rechnen muss“, heißt es im Abschiedsbrief. Zudem habe er ein Nachlassen geistiger Fähigkeiten beobachtet und befürchtet, ihm drohe eine Demenz.

Reiters guter Freund Thomas Gottschalk (64), der sonst für schrille Mode bekannt ist, war im schlichten schwarzen Nadelstreifenanzug erschienen. „Man musste damit rechnen, dass er es wahr machen würde“, sagte der Entertainer. „Man wusste nur nicht wann. Und ich bin natürlich entsetzt, dass er es so früh getan hat.“ Nach der Verlesung wirkte Gottschalk sehr berührt. Auf der Facebook-Seite der ARD entwickelte sich eine heftige Debatte. „Herr Reiter hat absolut egoistisch gehandelt“, meinte ein Nutzer. Eine Userin betonte dagegen: „Jeder sollte, jederzeit, über sein Leben und auch über seinen Tod entscheiden.

Auch auf Twitter ist man sich darüber einig, dass man selbst über Leben und Tod bestimmen kann.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de data-scribe-reduced-action-queue="><p>Ich werde nie verstehen, warum die Gesellschaft Menschen vorschreiben will, wann sie ihren Tod wählen. <a href="https://twitter.com/hashtag/selbstbestimmung?src=hash">#selbstbestimmung</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/sterbehilfe?src=hash">#sterbehilfe</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/jauch?src=hash">#jauch</a></p>&mdash; Arne (@dr_turkleberry) <a href="https://twitter.com/dr_turkleberry/status/523934428721344515">October 19, 2014</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de data-scribe-reduced-action-queue="><p>Thema bei <a href="https://twitter.com/hashtag/Jauch?src=hash">#Jauch</a>: Sterbehilfe. Meine Position: Leben - und Leben lassen. Sterben - und (warum auch immer) selbstbestimmt sterben lassen.</p>&mdash; Timm (@T_Buchholz) <a href="https://twitter.com/T_Buchholz/status/523933361119977473">October 19, 2014</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de data-scribe-reduced-action-queue="><p>Es geht nicht drum, Schwerstkranke zu ermorden, sondern diesen Menschen eine Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden <a href="https://twitter.com/hashtag/Jauch?src=hash">#Jauch</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Sterbehilfe?src=hash">#Sterbehilfe</a></p>&mdash; Katja translates (@babellon2) <a href="https://twitter.com/babellon2/status/523932460649046016">October 19, 2014</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de data-scribe-reduced-action-queue="><p>Meine Meinung: Sterbehilfe sollte erlaubt werden. <a href="https://twitter.com/hashtag/Jauch?src=hash">#Jauch</a></p>&mdash; Dennis (@DennisD95) <a href="https://twitter.com/DennisD95/status/523923901412556800">October 19, 2014</a></blockquote>

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