Wahlen : Grüne: Bereits vier Mal Verluste bei Bundestagswahlen

Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl. Die Partei blieb deutlich unter 10 Prozent.
Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl. Die Partei blieb deutlich unter 10 Prozent.

Bei der jüngsten Bundestagswahl (8,4 Prozent) haben die Grünen zum vierten Mal auf Bundesebene Stimmen eingebüßt. Schon 2005 verloren sie geringfügig 0,4 Prozentpunkte und rutschten von 8,6 auf 8,1 Prozent ab.

shz.de von
19. Oktober 2013, 09:39 Uhr

1998 waren es 0,6 Punkte. Damals kam die Partei nur noch auf 6,7 Prozent. Irritationen über unpopuläre Programmvorschläge waren der Grund für diesen Rückgang.

Bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung 1990 scheiterten die West-Grünen, weil sie zum alles beherrschenden Thema deutsche Einheit keine Position bezogen. Mit 4,8 Prozent (minus 3,5 Prozentpunkte) kamen sie nicht über die Sperrklausel. Die ostdeutschen Grünen konnten nur dank einer Sonderregelung ins Parlament einziehen.

Bei Landtagswahlen mussten die Grünen bislang Dutzende Male Stimmenverluste verbuchen, zuletzt in Bayern von 9,4 auf 8,6 Prozent (minus 0,8) und aktuell in Hessen von 13,7 auf etwa 11 Prozent. Die erste Enttäuschung gab es bereits 1982 in Hamburg (minus 0,9 Punkte). In der Hansestadt gab es 2001 auch den massivsten Rückschlag bei einer Landtagswahl: minus 5,4 Punkte.

Wahlprogramm Grüne

Überblick über die aktuellen Umfragen

Wahlplattform election.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen