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Wichtigster Musikpreis der Welt : Grammy Nominierungen 2017: Adele, Bowie, Beyoncé und eine Flensburgerin

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Aus der Onlineredaktion

Vier dänische Ghetto-Popper, Adele, Beyoncé und Drake gehen mehrfach-nominiert ins Rennen um einen Grammy.

New York | Die Musikbranche sehnt alljährlich den Nikolaustag herbei. Am Mittwoch wurde die Nominierungen für die 59. Grammy Awards bekanntgegeben. Alle Stars hoffen auf den wichtigsten Musikpreis der Branche, der in Form einer Grammophonskulptur daherkommt und Sänger, Instrumentalisten, Komponisten, Producer und Tontechniker in insgesamt 84 Kategorien ehrt. shz.de zeigt die frisch Nominierten für die Verleihung am 12. Februar 2017.


Adele

Die britische Sängerin Adele hat mit ihrem bereits 2015 veröffentlichten Album „25“ nicht unerwartet riesige Erfolge eingefahren. Es verkaufte sich in den USA bislang über neun Millionen Mal und wird auf der Nominierungsliste unter „Bestes Album“ geführt. Allein die Beliebtheit der Single „Hello“ spricht Bände. Mit 1,8 Milliarden Abrufen ist es einer der meistgeklickten Youtube-Hits aller Zeiten – und ebenfalls für den Grammy nominiert. Insgesamt vier Nominierungen machen die Londonerin zur ganz großen Favoritin auf einen Kantersieg im Februar.



Beyoncé
 

Foto: dpa

Beyoncé könnte mit ebenfalls vier Nominierungen beim Duell mit Adele genauso durchstarten. „Lemonade“ heißt das Album, mit dem sie 2016 die Charts und die Radiolautsprecher eroberte. Die US-amerikanische R&B-Sängerin durfte in diesem Jahr überdies ihre erste Single-Auskopplung „Formation“ live bei der Halbzeit-Show zum größten Sport-Event, dem Super Bowl 50, vor einem Milliardenpublikum hinschmettern. Für das Lied blüht der jungen Mutter ein Grammy für den „besten Song“. Das Musik-Magazin Rolling Stone wählte das Album „Lemonade“ auf Platz 1 der 50 besten Alben der Billboard Charts 2016. Auch bei den Langspielern ist also mit Beyoncé zu rechnen. Sie wird bei der großen Zeremonie im Februar aber auch auftreten, sollte sie wieder Erwarten leer ausgehen.



Drake
 

Foto: dpa

Adele und Beyoncé sind mit drei Nominierungen in den drei wichtigsten Kategorien die großen Favoriten. Doch eine unvorstellbare und bis dahin unerreichte Zahl von einer Milliarden Aufrufen bei Apple Music erreichte der kanadische Rapper Drake mit seinem Album „Views“. Jetzt darf er sich auch über eine Nominierung für den Grammy freuen. Das Lied „One Dance“ befand sich über zehn Wochen auf Platz 1 der Billboard-Charts.

Der frühere Teenie-Star Justin Bieber und die dänische Popgruppe Lukas Graham sind jeweils in zwei der drei Königskategorien vorgeschlagen worden.



Justin Bieber
 

Foto: dpa

Im November 2015 erschien Justin Biebers viertes Studioalbum unter dem Titel „Purpose“, für das der Kanadier jetzt in der Kategorie „Bestes Album“ nominiert wurde. Auch bei „Song des Jahres“ darf Bieber bis in den tiefen Winter zittern: „Love Yourself“ ist nominiert.



Lukas Graham
 

Der Frontmann der dänischen Ghetto-Popper, Lukas Graham Forchhammer, sagte in diesem Jahr die Ozeanien-Tour seiner Band ab – wegen Erschöpfung. Der Hype um die vier Jungs aus Kopenhagen hat gewaltige Ausmaßen angenommen und wird bei zwei Grammy Nominierungen nicht kleiner werden. Die Single „7 Years“ bekam 2016 auch in Deutschland Platin.



David Bowie

Die Anfang des Jahres verstorbene Glam Ikone David Bowie wurde posthum für das Lied „Blackstar“ in der Kategorie „bester Rock-Song“ und für „bestes Album Alternative“ gelistet.



Dorothea Röschmann
 

Dorothea Röschmann.
Dorothea Röschmann. Foto: Harald Hoffmann


In der Kategorie „Bestes klassisches Solo-Album“ wurde der Flensburger Opernsängerin Dorothea Röschmann, begleitet vom Pianisten Mitsuko Uchida, eine Nominierung für das Album „Schumann & Berg“ zuteil. 2002 hatte Röschmann schon den Grammy Award 2002 für die beste Choraufnahme zusammen mit den Wiener Sängerknaben, dem Concentus Musicus Wien und dem Arnold Schoenberg Chor gewonnen.

Die raren deutschen Nominierungen betreffen mit nur einer Ausnahme Künstler aus dem Norden der Republik. Für das beste Booklet eines Albums ist das nahe Bremen beheimatete Label Bear Family Productions nominiert. Es produzierte die Erläuterungen zum Countryalbum „The Knoxville Sessions, 1929-1930: Knox County Stomp“ von Ted Olson und Tony Russell.


Timo Maas


Techno-DJ Timo Maas aus Bückeburg bei Hannover kann sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung für den besten Remix eines Songs machen. Er arbeitete mit James Teej an einem Remix von „Nineteen Hundred Eighty-Five“ von Paul McCartney und den Wings.

In den klassischen Kategorien sieht es etwas besser aus: Das Vokalensemble Rastatt ist zusammen mit dem Chamber Orchestra of Europe für „Die Hochzeit des Figaro“ für die beste Opernaufzeichnung des Jahres vorgeschlagen. Und der Hamburger Violinist Christian Tetzlaff kann eine Auszeichnung für das beste klassische Instrumentalsolo bekommen.

 


Hier die Liste der Nominierungen


Aufnahme  des Jahres

Hello – Adele

Formation – Beyoncé

7 Years – Lukas Graham

Work – Rihanna featuring Drake

Stressed Out – 21 Pilots


Song des Jahres

Formation – Beyoncé

Hello – Adele

I Took a Pill in Ibiza – Mike Posner

7 Years – Lukas Graham

Love Yourself – Justin Bieber


Bester neuer Künstler

Kelsea Ballerini

Chance the Rapper

Maren Morris

Anderson.Paak

The Chainsmokers


Album des Jahres

25 – Adele

Lemonade – Beyoncé

Views – Drake

Purpose – Justin Bieber

A Sailor’s Guide to Earth – Sturgill Simpson


Beste Solo--Darbietung

Hello – Adele

Hold Up – Beyoncé

Love Yourself – Justin Bieber

Piece By Piece (Idol Version) – Kelly Clarkson

Dangerous Woman – Ariana Grande


Bestes Pop Duo

Closer – The Chainsmokers Featuring Halsey

7 Years – Lukas Graham

Work – Rihanna Featuring Drake

Cheap Thrills – Sia Featuring Sean Paul

Stressed Out – Twenty One Pilots


Bestes traditionelles Pop-Gesangsalbum

Cinema – Andrea Bocelli

Fallen Angels – Bob Dylan

Stages Live – Josh Groban

Summertime: Willie Nelson Sings Gershwin – Willie Nelson

Encore: Movie Partners Sing Broadway – Barbra Streisand


Bestes Album Alternative

A Million – Bon Iver

Blackstar – David Bowie

The Hope Six Demolition ProjecT – PJ Harvey

Post Pop Depression – Iggy Pop

A Moon Shaped Pool – Radiohead

Beste Rap-Performance

No Problem – Chance The Rapper Featuring Lil Wayne & 2 Chainz

Panda – Desiigner

Pop Style – Drake Featuring The Throne

All The Way Up – Fat Joe & Remy Ma Featuring French Montana & Infared

That Part – ScHoolboy Q Featuring Kanye West

Die offizielle Liste mit den Nominierten in allen 84 Kategorien finden Sie hier.


US-Late-Night-Moderator James Cordon wird die 59. Auflage der Show im Staples Center in Los Angeles präsentieren.

(mit dpa)

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erstellt am 06.Dez.2016 | 16:11 Uhr

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