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40 Jahre Rubik’s Cube : Google spuckt den Zauberwürfel aus

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Er war einer der größten Verkaufsschlager der Spielwarenindustrie: 40 Jahre nach seiner Erfindung huldigt Google das Kult-Objekt Zauberwürfel mit einem „Doodle“.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 18:04 Uhr

Mit einem veränderten Logo - einem so genannten „Doodle“ - pflegt Google an besondere Menschen oder Ereignisse zu erinnern. Heute feiert die Suchmaschine den 40. Jahrestag der Erfindung des Zauberwürfels, dem wohl bekanntesten mechanischen Solitärspiel überhaupt. Während ein Klick auf den Doodle-Schriftzug normalerweise zu weiterführenden Informationen führt, öffnet sich dort heute ein digitaler Rubik's Cube mit einem bunten Logik-Rätsel – das Ziel: mit Drehbewegungen die sechs Seiten auf einheitliche Farben trimmen.

1974 kam der ungarische Professor Ernő Rubik auf die Idee, seinen Studenten mithilfe eines mathematischen Geduldsspiels räumliches Denken beizubringen. Die bis heute unveränderte Grundidee des Rubik's Cube war geboren und wurde ein Jahr später patentiert. Auf den westdeutschen Markt kam der bunte Würfel zwar erst 1980, durfte dann aber in keiner Schulpause mehr fehlen. Die sechs Farben, sechs Seiten und 54 Felder ließen sich bei einer Kantenlänge von nur drei Zentimetern in jeder Tasche verstauen. 43 Trillionen mögliche Konstellationen schufen eine faszinierende Parallelwelt für Logik-Affine.

 

350 Millionen Mal verkaufte sich das wohl meistvertriebene Spielzeug aller Zeiten, um das sich längst ein Kult gebildet hat. Apple-Gründer Steve Jobs verstaute 1983 sogar zwei dieser Würfel in seiner Zeitkapsel. Experten fanden einen Algorithmus, mit dem man des Rätsels Lösung immer in 20 Zügen erreichen kann. Auf „Speedcubing“-Weltmeisterschaften dreht sich alles um Geschwindigkeit in verschiedenen Disziplinen. In Sekundenschnelle werden die Felder an die richtige Position gedreht - sogar mit den Füßen oder mit verbundenen Augen gelingt es einigen Würfel-Künstlern, die Seiten in kürzester Zeit farbgleich zu gestalten. Während manche auch nach Jahren noch am Lösungsweg verzweifeln, hat der Niederländer Mats Valk bereits als 16-Jähriger eine Methode perfektioniert, so dass er das Rätsel vor laufender Kamera in nur 5,55 Sekunden lösen konnte: Damit hält er den Weltrekord.

 

Auch wenn seit der Erfindung 40 Jahre vergangen sind: Für den Anfang ist es nie zu spät. Youtube-Tutorials machen den Einstieg leichter denn je.

 
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