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Germanwings-Flug 4U9525 : Frau gibt sich als Angehörige aus - und fliegt zum Unfallsort

vom

Vor rund drei Wochen stürzten 150 Menschen in den Tod. Die Lufthansa flog die Angehörigen zum Unglücksort nach Frankreich - und nahm dabei eine Frau mit, die gar nichts mit dem Geschehen zu tun hatte.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2015 | 14:28 Uhr

Noch immer ist der grausame Tod von der Passagieren des Germanwings-Flugs 4U9525 unfassbar. Nach bisherigen Informationen hat Co-Pilot Andreas L. das Flugzeug absichtlich abstürzen lassen. 150 Menschen starben bei dem entsetzlichen Ereignis. Die Angehörigen wurden von der Lufthansa zügig zum Unglücksort geflogen, um dort von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen. Dass jemand diesen Transfer ausnutzt, ist eine unvorstellbare Handlung - doch genau das soll passiert sein.

Wie die Haltener Zeitung berichtet, soll sich eine junge Frau aus Beverungen als Cousine einer Lehrerin ausgegeben haben, die bei dem Absturz ums Leben kam. Sie sei zweimal auf Kosten der Lufthansa zum Unglücksort nach Frankreich geflogen. Dem Unternehmen fielen über die Osterfeiertage Unstimmigkeiten auf - die Betrügerin war entlarvt. Einen Hinweis lieferte der Vater der verstorbenen Lehrerin, der sich am Mittwoch an die Zeitung wandte. Die Frau, die mitgeflogen sei, sei weder eine Freundin noch eine Bekannte oder Angehörige seiner Tochter. Als wäre das nicht genug, soll die junge Frau sogar psychologische Hilfe vor Ort in Anspruch genommen haben.

Ein Sprecher der Lufthansa erklärte gegenüber der Bild Zeitung: „Es handelt sich dabei um einen bedauerlichen Einzelfall. Wir bedauern sehr, dass die Familie in der schweren Zeit der Trauer durch so etwas gestört wird. Um allen Angehörigen unbürokratisch zu helfen, wollten wir aber im Vorfeld nicht zu streng kontrollieren. Deswegen gab es nur einfache Kontrollen, ob die Angaben der Mitreisenden plausibel klangen.“ Die Lufthansa hat Anzeige erstattet.

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