Tatverdächtige festgenommen : Flensburger Schnäppchenmarkt niedergebrannt

Nächtliches Flammeninferno im Flensburger Industriegebiet. Foto: Iwersen
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Nächtliches Flammeninferno im Flensburger Industriegebiet. Foto: Iwersen

Dichter Qualm hängt über dem Flensburger Stadtteil Weiche, sogar in Glücksburg ist noch der Gestank noch zu riechen: Ein Sonderpostenmarkt ist in der Nacht in Flammen aufgegangen. Vier Jugendliche werden verdächtigt, das Feuer gelegt zu haben.

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22. August 2008, 03:53 Uhr

Plastikmöbel, Haushalts-Chemikalien und Textilien - von all dem ist im Sonderpostenmarkt "Thomas Philipps" am Sophienhof im Flensburger Stadtteil Weiche nichts mehr übrig. Ein Feuer zerstörte das Gebäude mit 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche komplett.
Gegen 0.20 Uhr geht bei der Polizei ein Anruf ein: Flammen schlagen aus dem Außenlager des Geschäfts. Als die Berufsfeuerwehr kurz darauf am Einsatzort eintrifft, brennt das Lager und ein Teil des Daches. Von Innen können die Löschkräfte die Flammen nicht bekämpfen - immer wieder fallen Teile des Wellblechdaches herunter.
Brandstiftung? Vier Verdächtige vorläufig festgenommen
Als über der Fördestadt am Morgen die Sonne aufgeht, ist sie vielerort nur schemenhaft zu erkennen - Qualm hat sich wie eine Dunstglocke über weite Teile Flensburgs gelegt. Brandgeruch liegt auch über die Förde hinweg in der Luft - "als würde jemand ein Lagerfeuer machen", beschreibt es ein Anwohner nahe der Hafenspitze. Sie liegt etwa drei Kilometer Luftlinie vom Gewerbegebiet Sophienhof entfernt. Sogar aus Glücksburg gehen Anrufe von Bewohnern ein, die Brandgeruch wahrnehmen.

Weil in dem Markt auch Pflanzenschutzmittel verkauft wurden, führt der Umweltschutztrupp der Polizei Luftmessungen durch. Doch es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.
Die Löscharbeiten dauern bis zum Mittag an. Feuerwehr-Einsatzleiter Hans Werner Petersen geht von Brandstiftung aus. "Die Ermittlungen laufen. Es werden aber einige Personen verdächtigt, das Gebäude angesteckt zu haben." Laut Polizei wurden bereits vier tatverdächtige junge Männer im Alter von 17-22 Jahren vorläufig festgenommen. Der Schaden wird auf etwa eine Million Euro beziffert.

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