Medien : The League

Mark Duplas spielt in der US-Serie «The League» mit.
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Mark Duplas spielt in der US-Serie «The League» mit.

Wenn Pete ins Bett geht, fällt seine sexsüchtige Frau über ihn her und fährt ihm mit den Fingern nicht nur zärtlich über den ganzen Körper, sondern penetriert ihn mit ihren spitzen Nägeln auch dort, wo es besonders wehtut.

shz.de von
14. November 2013, 00:07 Uhr

Und wenn Taco auf einer Geburtstagparty von Fünfjährigen seine Gitarre zückt, singt er schmutzige Lieder, um den Eltern klar zu machen, dass sie besser hätten verhüten sollen.

Pete und Taco sind nur zwei von fünf Hauptcharakteren der neuen US-Serie «The League», von der RTL Nitro von diesem Donnerstag (22.10 Uhr) an zwei Staffeln zeigt. In den USA sind seit 2009 bereits fünf mit 55 Folgen produziert worden. Die fünf Kerle in den Hauptrollen haben nur ein gemeinsames Ziel im Sinn: «The League» spielen, ein online-basiertes Football-Spiel.

«The League» gebärdet sich im Sitcom-Stil wie «Friends», «Cheers» oder andere bewährte US-Komödienstoffe, aber unterbietet streckenweise deutlich das Humor-Niveau vieler dieser namhaften Vorbilder. Dem komplexbeladenen Umgang mancher US-Amerikaner mit dem Themenbereich Sex und Erotik soll in dieser Produktion, so scheint es, geräuschvoll mit grobschlächtigem Klamauk entgegengewirkt werden - ob die Derbheit in Deutschland ankommt, wird sich zeigen.

Hauptfigur der Männertruppe ist Pete (Mark Duplass) - so ähnlich wie im Deutschland weit verbreiteten «Online Fußball Manager» rotten sich die Jungs beim Bier zusammen, stellen Teams auf, tüfteln an Strategien und ziehen Transfers durch. Ihr Problem ist nur, dass das Leben außer Football noch andere Schwerpunkte wie Ehefrauen, Kinder oder Berufe ins Zentrum rückt. Und daran reiben sie sich fünf Staffeln lang.

Eine Schwalbe macht noch keinen Comedyabend: Vor «The League» hat RTL Nitro die Serie «Go On» gestellt. Den Hauptpart in ihr hat Matthew Perry, der Mitte der 90er als Chandler Bing in der Zwerchfellserie «Friends» bekannt wurde. RTL Nitro ist stolz darauf, eine Serie im Programm zu haben, die zum US-Start im September 2012 von den «Daily News» als «vielleicht beste Serie des Herbstes» gelobt wurde - 22 Folgen stehen jetzt immer donnerstags um 21.10 Uhr im Programm.

Matthew Perry spielt Ryan King, einen zuweilen rücksichtslosen, aber dann auch wieder ganz netten Sportreporter. Ein großer Schicksalsschlag ereilt ihn, als seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Ryan will schnell zurück in den Alltag zurückfinden, was ihm aber sein Chef verbietet. Der möchte, dass der Sportnarr erstmal psychologischen Aufbau bekommt. Doch mit der Therapeutin Lauren Schneider (Laura Benanti) ist Ryan nicht zufrieden und nimmt das Heft selbst in die Hand.

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