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Medien : The Cop - Crime Scene Paris

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Sei es ein Alkoholiker, ein Spieler oder jemand mit Stimmen im Kopf: In der immer noch ansteigenden Krimiflut im Fernsehen müssen TV-Ermittler immer entsetzlichere Probleme haben, um überhaupt noch aufzufallen.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2013 | 09:14 Uhr

Sat.1 schickt nun die Kinogröße Jean Reno («Léon - Der Profi») ins Rennen - als Pariser Kriminalbeamter Jo Saint-Clair. Jo ist ein tablettensüchtiger Trinker, Sohn einer Prostituierten. Seinen Nachnamen hat er nach der Rotlichtmeile seiner Mutter bekommen. Eine seiner wichtigsten Verbündeten ist eine Nonne.

«The Cop – Crime Scene Paris» ist eine ungewöhnliche Serie, die internationale Koproduktion läuft auf Sat.1 donnerstags um 22.15 Uhr. Zum Auftakt strahlt der Sender eine Doppelfolge aus. Für Reno ist es übrigens der erste Auftritt in einer TV-Serie seit über 25 Jahren.

Zum Inhalt: Jo gilt als einer der besten Ermittler in Paris. «Mit langjähriger Erfahrung und viel Kaltschnäuzigkeit löst er jeden Fall», wie Sat.1 den Charakter zusammenfasst. «Doch die menschlichen Abgründe haben auch bei ihm Spuren hinterlassen. Er betäubt sich regelmäßig mit Alkohol und Tabletten.»

Für seinen ersten Fall an diesem Donnerstag wird Jo zur Kathedrale Notre-Dame gerufen. Ein Starorganist wurde kaltblütig ermordet und vor dem Westportal abgelegt. Die Ermittler vermuten sofort einen Racheakt. Doch der Kreis der Verdächtigen ist groß, denn der Musiker hatte wegen seines unübersichtlichen Sexlebens viele Feinde. Erst ein Detail aus der Geschichte von Notre Dame bringt die Ermittler auf die richtige Spur.

«Zweiter Star bei "The Cop - Crime Scene Paris" ist Paris», beschreibt Sat.1. Jede der acht Folgen dreht sich um ein Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Doch trotz der Hommage an Paris und der Federführung des Erfolgsautors René Balcer («Criminal Intent») wollte die Serie in Frankreich nicht recht zünden.

Im Schnitt erreichte der Sender TF1 damit rund sechs Millionen Zuschauer, das war ihm zu wenig. Vor einigen Wochen meldeten Medien des Nachbarlandes, dass die Franzosen angesichts der hohen Herstellungskosten keine zweite Staffel planen.

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