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Twitter-Reaktionen : „Tatort“ Nürnberg: Grandiose Quote für #dadord-Debüt

vom
Aus der Onlineredaktion

12,11 Millionen Zuschauer trotz Mundart – der neue Frankentatort triumphiert mit großartigen Schauspielern.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 12:02 Uhr

Nürnberg | Ein romantischer Chanson von Martha Wainwright, eine Landstraße, Liebesspiel, Schüsse, Mord: Der neue Franken-Tatort ließ interessierten Zuschauern keinen Ausweg. 12,11 Millionen Menschen schauten dem Debüt der Nürnberger zu. „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs in den Hauptrollen gehört damit zu den erfolgreichsten „Tatorten“ der vergangenen 20 Jahre. Nur fünf andere Filme aus der ARD-Reihe wurden seit 1995 häufiger gesehen als der Streifen von Regisseur Max Färberböck.

Die unbeschreibliche Quote sprang auch auf die sozialen Netzwerke über.

Erstes Diskussionsthema bei Twitter: Dieser merkwürdige „frännngische“ Dialekt.

Der Hashtag #dadord setzt sich daraufhin inhaltsmäßig durch. Über das Trending-Topic #tatort läuft fast nur noch Werbung ein.

Wer dieser Sprachvariante überdrüssig ist, sollte folgendes wissen:

Und außerdem: Den Hauptdarstellern ist das Kauderwelsch ebenfalls fremd.

Apropos Darsteller: Diese freuen sich über viel Lob. Lokalmatador und Kabarettist Matthias Egersdörfer durfte sich in seiner Rolle als Leiter der Spurensicherung auch sprachlich so richtig austoben.

Seitenhiebe gegen den ungeliebten bayerischen Bruder dürfen natürlich nicht fehlen in einem Franken-Tatort.

 

Gisbert, wer zum Henker ist Gisbert?

Die Antwort: Fabian Hinrichs als frisch zugereister Neuankömmling Kommissar Felix Voss hatte 2012 ein unvergessliches Gastspiel als hoffnungslos deplatzierter Hilfsermittler Gisbert beim „Tatort München“. Am Ende lag die bemitleidenswerte Nervensäge tot neben einer Imbissbude. Die Zuschauer waren entsetzt. Facebook-Gruppen fordern bis heute seine Rückkehr. Die Wünsche hat der Bayerische Rundfunk indirekt erhört.

Der fiktive Felix Voss fügte sich mit seiner persönlichen, manchmal stacheligen Art sympathisch in das neue Ermittlerteam ein. Er vergisst im Eifer des Gefechts doch glatt den Umzugstransporter, so muss er erstmal ohne Möbel und Bettdecke auskommen. Seine aus dem Osten stammende Kollegin Paula Ringelhahn will seinem Akzent entnommen haben, dass er „irgendwo von der Küste“ herkommt. Dass seine wahre Heimat Itzehoe ist, bleibt hier noch unerwähnt.

Ungewöhnlich wohlwollend nahmen die Twitter-Nutzer den neuen Tatort auf, der in Bayern Quoten von über 40 Prozent erreichte. „Langeweile“-Rufer bleibt nur die Rolle der Randfigur.

Wobei es inhaltlich natürlich immer etwas zu mäkeln gibt.

Wichtig für die neuen Fans ist heute: Es geht in die zweite Runde.

 

Tatort-Wissen kommt bei vielen Gelegenheiten gut an. shz.de/tatort hält Sie stets über die Ermittler und die kommenden Erstausstrahlungen auf dem Laufenden – von Kiel bis Konstanz.

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