Medien : «Schimanski» kehrt auf den Bildschirm zurück

Götz George heute wieder in seiner Paraderolle als «Schimmi».
Götz George heute wieder in seiner Paraderolle als «Schimmi».

Eines seiner ersten Worte im «Tatort»-Krimi war «Scheiße». Die Fernsehzuschauer wussten 1981 sofort, woran sie bei Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski waren.

shz.de von
10. November 2013, 07:37 Uhr

Das Publikum liebte diesen Ruhrpott-Proll mit Schnauzbart und zerknautschter Windjacke. Streng genommen ist es eine M-65-Feldjacke der US-Streitkräfte, die auch Robert De Niro als Travis Bickle im Kinofilm «Taxi Driver» trug.

Der Erfolg der «Tatort»-Folgen mit Schimanski war so groß, dass der Duisburger Polizist als erster und bisher letzter «Tatort»-Ermittler den Sprung auf die große Leinwand schaffte. Zwei Filme kamen in die Kinos: «Zahn um Zahn» (1985) und «Zabou» (1987). Der Deutschrocker Klaus Lage schrieb dafür sogar ein Lied auf Götz Georges Ermittlerfigur, «Faust auf Faust». Dort heißt es in einer Zeile: «und das ist hart für Schimmi/ dein ganz privater Krimi».

Nach heutigen Maßstäben flimmerten die 29 «Tatort»-Folgen mit Schimanski eigentlich gar nicht lange über den Bildschirm. Der erste, «Duisburg-Ruhrort», lief im Juni 1981, der letzte mit dem Titel «Der Fall Schimanski» wurde im Dezember 1991 ausgestrahlt.

In der Reihe «Schimanski», die außerhalb des «Tatort»-Formats läuft, tritt Götz George seit 1997 regelmäßig im Alleingang auf. «Loverboy» wird am Sonntag (20.15 Uhr) die 17. Folge dieser Serie sein.

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