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Neue Casting-Show ohne Barlow : Pro7: Keep Your Light Shining mit Ricky Martin

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Der nächste, bitte: Nach der ARD versucht sich jetzt auch ProSieben an einer interaktiven Live-Show. Bei „Keep Your Light Shining“ sollen App-Nutzer ebenfalls ins Geschehen eingreifen. Beim ARD-„Quizduell“ ging das Experiment bislang in die Hose.

Köln | „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Mit diesem Satz sorgte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Monaten unfreiwillig für Lacher. Mittlerweile verkauft die Produktionsfirma von Jörg Pilawa T-Shirts mit diesem Spruch. Der TV-Moderator nimmt die langwierige Panne seiner neuen interaktiven Rateshow „Quizduell“ äußerlich mit Humor. An diesem Donnerstag (22. Mai) startet der Privatsender ProSieben ein ähnliches Format, die Musikshow „Keep Your Light Shining“.

Die deutschen TV-Macher stellen sich seit Monaten die Frage, wie sie die so beliebten Smartphone-Apps in ihre Shows einbinden können. Den Anfang machte vergangene Woche also die ARD. Mit der „Quizduell“-App sollten Nutzer live gegen Kandidaten im Studio spielen können. Daraus wurde aber nichts, technische Probleme machten die interaktive Live-Sendung von Anfang an zur Pannen-Show.

ProSieben glaubt fest daran, dass es bei ihnen nun besser laufen wird. „Unabhängig vom 'Quizduell' arbeiten wir seit Monaten an der Voting-Plattform über ProSieben-Connect und testen die Anwendung in den verschiedensten Szenarien und unter verschiedensten Voraussetzungen“, erklärt ein Sendersprecher. Man habe, ähnlich wie die ARD-Show, einen Plan B in der Tasche, falls die Systeme tatsächlich streiken sollten. Jörg Pilawa hatte statt der App-Nutzer einfach das Studiopublikum abstimmen lassen.

Das Konzept von „Keep Your Light Shining“ sieht vor, dass die Zuschauer innerhalb von 30 Sekunden entscheiden, ob sie ein Gesangstalent in der nächsten Runde sehen wollen oder nicht. Dazu sollen sie via App oder Browser (connect.prosieben.de) auf den „Gefällt mir“- oder „Gefällt mir nicht“-Button drücken.

Die neun Kandidaten, über die die Zuschauer abstimmen, stehen zeitgleich in einem Kölner Studio in einem Kreis. Wer im Scheinwerferlicht steht, ist an der Reihe und muss die Zuhörer zu Hause unmittelbar überzeugen. „Ich glaube, der Zuschauer wird sehr, sehr schnell merken, ob ihn ein Sänger begeistert oder nicht. Dementsprechend fällt dann auch das Voting aus“, sagt Moderatorin Annica Hansen.

In den drei geplanten Shows beurteilen außerdem zwei Musikexperten die Auftritte. In der ersten Sendung sollte Frida-Gold-Frontfrau Alina Süggeler und Take-That-Sänger Gary Barlow die Jury stellen. Eine Überraschung gab es jedoch kurz vor der Weltpremiere am Donnerstagabend. Take That-Sänger Gary Barlow musste kurzfristig seine Teilnahme in dem Casting-Format absagen. Stattdessen verstärkte Ricky Martin das Team um Alina Süggeler als Musikexperte. Seit 2013 coacht Ricky Martin bereits die Talente von „The Voice“ in Australien. Die Coaches haben aber keinen Einfluss auf das Voting und den Gewinner, der mit 50.000 Euro Preisgeld nach Hause geht.

Die interaktive Musik-Show sei eine Weltpremiere, sagt ProSieben. Der Sender RTL hatte sich bereits im Oktober vergangenen Jahres die Rechte an dem nahezu identischen israelischen Format „Rising Star“ gesichert. Die Kölner Fernsehmacher werden wohl sehr genau beobachten, ob eine Live-Sendung mit App-Voting funktionieren kann - oder ob das Internet auch fürs Privatfernsehen noch Neuland ist.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 08:55 Uhr

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