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Medien : Modernes Design für das Tagesschau-Studio

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Deutschlands bekannteste Nachrichtensendung wird ab Sonnabend aus einem neuen Studio gesendet. Wie sich die Kulissen der Tagesschau seit 1952 verändert haben, zeigt die Bilderstrecke des sh:z.

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erstellt am 16.Apr.2014 | 14:14 Uhr

Hamburg | Moderner, mit 3D-Grafiken und größeren Bildern: Die Tagesschau startet ab Sonnabend in einem neuen Styling. Pünktlich um 20 Uhr wird Chefsprecher Jan Hofer zum ersten Mal die Nachrichten aus dem neuen, 320 Quadratmeter großen Studio präsentieren. 24 Millionen Euro investierte der Sender in Technik, Funktionalität und Design.

Die ARD modernisierte ihre Studios regelmäßig und passte sie an den jeweils aktuellen Zeitgeist an. Zum ersten Mal ging die Tagesschau am 26. Dezember 1952 auf Sendung - zunächst drei Mal pro Woche.

Quelle: NDR
Quelle: NDR
 

Ab dem 2. März 1959 präsentierte Karl-Heinz Köpcke die Nachrichten des Tages. Köpcke, auch als „Mr. Tagesschau“ bekannt, moderierte die Sendung bis 1987.

Quelle: ARD aktuell
Quelle: ARD aktuell
 

Die Farben blau-weiß und die Weltkarte im Hintergrund prägten Jahrzehnte das klassische Tagesschau-Design. Von 1973 bis 1978 moderierten die Sprecher vor dieser Kulisse.

Quelle: ARD aktuell
Quelle: ARD aktuell
 

Zwischen 1985 und 1996 gab es zwei neue Designs für das Studio in Hamburg.

Das Studio von 1985 bis 1993. Quelle: ARD
Das Studio von 1985 bis 1993. Quelle: ARD
 
Von 1994 bis 1996. Quelle: ARD
Von 1994 bis 1996. Quelle: ARD
 

Ab Juni 2005 war die neue Kulisse nicht die einzige Veränderung für die Sprecher. Seitdem präsentieren sie die Nachrichten im Stehen.

Quelle: ARD
Quelle: ARD
 

Zum ersten Mal können die durchschnittlich zehn Millionen Zuschauer das neueste Outfit am Sonnabend bestaunen. Wichtigste Neuerung ist eine 18 Meter breite, halbrunde Medienwand. Bilder, Videos und 3D-Grafiken werden von sieben Beamern auf die Wand gespielt. Die Sprecher der Hauptausgabe um 20 Uhr stehen wie bisher hinter einem Tisch. Die Moderatoren der „Tagesthemen“ Caren Miosga und Thomas Roth können sich vor der Wand frei bewegen und auf Fotos und Videos hinweisen. „Ich bin Ganzkörper“, sagt Miosga.  

Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers  im neuen Studio. Quelle: NDR/Thorsten Janda
Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers im neuen Studio. Quelle: NDR/Thorsten Janda
 

Die Vorbereitungen für die Premiere am Sonnabend laufen auf Hochtouren. Seit fünf Wochen proben Sprecher, Moderatoren, Regie und Redaktion parallel zum Tagesgeschäft in der neuen Umgebung. Bis zu 20 Tagesschau-Ausgaben sollen jeden Tag aus dem Studio gesendet werden. Außerdem wird der Raum vom digitalen Nachrichtenkanal tagesschau 24, den Tagesthemen, dem Nachtmagazin und dem Wochenspiegel genutzt.

Nicht nur das Studio, auch die klassische „Tagesschau-Fanfare“ ist neu arrangiert worden. Trotz neuer Melodie und neuem Studio, eins bleibt ganz beim Alten: der erste Satz „Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.“

Pannen und Versprecher passierten bisher in jedem Studio. Unvergessen ist die Reinigungskraft, die während einer Live-Sendung neben der Moderatorin Susanne Daubner den Mülleiner auslehrte. Zu den Pannen-Klassikern im deutschen Fernsehen gehört auch Dagmar Berghoffs „WC-Versprecher“. 

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