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Medien : Hölle los im Himmel - Dirk Bach ist ein Jahr tot

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Schock für Fernseh-Deutschland vor einem Jahr: Überraschend stirbt Dirk Bach am 1. Oktober 2012 mit 51 Jahren in Berlin.

Der Komiker und Schauspieler hätte ein paar Tage später in Dieter Hallervordens Schlosspark-Theater als «Der kleine König Dezember» Premiere feiern sollen. Nicht nur Kollegen reagierten vor zwölf Monaten bestürzt: Die tiefe Trauer über den Verlust reichte weit über die TV-Branche hinaus. Ein Jahr nach seinem Tod ist der in Köln begrabene Fernseh-, Film- und Bühnen-Star unvergessen.

Der runde fröhliche Dirk Bach hatte bei Freunden den Spitznamen «Dicki». Er wirkte in Dutzenden TV- und Kinofilmen mit, war Synchronsprecher, gab Hörbüchern seine Stimme und spielte Theater («Kein Pardon - Das Musical»). Besonders schrill war der Kinofilm «Im Himmel ist die Hölle los» von 1984. In der Komödie von Helmer von Lützelburg mimte Bach den Showmaster Willi Wunder im Hotel «Himmel». An seiner Seite waren Billie Zöckler, Barbara Valentin, Cleo Kretschmer, Ralph Morgenstern und Walter Bockmayer zu sehen.

Der Entertainer, der eng mit Berufskollegin Hella von Sinnen befreundet war, hatte in den 90er Jahren Erfolg mit der ZDF-Sitcom «Lukas» oder mit der «Dirk-Bach-Show» bei RTL. Als Zauberer Pepe amüsierte er von 2000 bis 2007 Kinder in der «Sesamstraße». In der ZDF-Serie «Der kleine Mönch» wirkte er ebenso mit wie bei Improvisationsshows wie «Schillerstraße» (Sat.1) oder «Frei Schnauze» (RTL).

Viele Millionen haben Bach zusammen mit Sonja Zietlow zwischen 2004 und 2012 als lästerndes Moderatoren-Duo im RTL-Dschungelcamp gemocht. Zietlow trauerte mit den Worten: «Die Lücke, die Du bei uns reißt, die kann niemand schließen.» Dennoch ging es im Januar mit der Show «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» weiter: mit Daniel Hartwich als Co-Moderator.

Beim Deutschen Fernsehpreis 2012, am Tag nach Bachs Tod, trugen viele Promis «Danke Dirk»-Aufkleber. Man habe mit Bach auf höchstem Niveau lästern können, ein Verlust, der menschlich und künstlerisch nicht zu kompensieren sei, fasste Oliver Welke («heute-Show») bei der Gala zusammen.

«Sehr, sehr traurig» äußerte sich kurz nach der Nachricht auch Hape Kerkeling: «Sein plötzlicher Tod auf dem Höhepunkt seines wunderbaren Lebens bestürzt mich zutiefst», schrieb der Kollege. «Seinem Lebenspartner und seiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit. Dicki, was machen wir jetzt bloß ohne Dich!?»

Das fragen sich auch Organisationen, für die sich Bach sozial engagierte. Sein Benefizkonzert «Cover Me» (2013 am 15. November) gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Charity-Veranstaltungen. Bach unterstützte mehr als 20 Jahre die Aidshilfe Köln. Im Juni bekam deshalb deren Lebenshaus, ein Wohnprojekt und Hospiz in Köln-Longerich, einen neuen Namen: Dirk-Bach-Haus.

Infos zu Dirk-Bach-Haus und vielem mehr

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erstellt am 01.Okt.2013 | 11:53 Uhr

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