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Kritik zur ersten Folge „Drachenstein“ : „Game of Thrones“ Staffel 7: Der Winter ist da

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Die siebte Staffel von „Game of Thrones“ hat begonnen und das mit einem mörderischen Auftakt. Lesen Sie, was in der ersten Folge „Drachenstein“ geschieht.

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 10:27 Uhr

Achtung, im Text folgen Spoiler zur ersten Folge der siebten Staffel von „Game of Thrones“.

Arya Stark (Maisie Williams) nimmt Rache, Daenerys (Emilia Clarke) kommt in Westeros an, Bran an der Mauer, Sam findet etwas Wichtiges heraus und trifft Ser Jorah, Cersei bekommt einen Antrag und Ed Sheeran singt – was für ein rasanter Auftakt der siebten Staffel von „Game of Thrones“. Die erste Folge „Dragonstone“ (deutsch: „Drachenstein“) lässt das Fanherz höherschlagen – und sie ist erstaunlich witzig.

Arya rächt sich

Noch bevor der Vorspann zu „Game of Thrones“ beginnt, zahlt sich Aryas langwierige und langweilige Ausbildung in Braavos aus: Sie hat in der Gestalt von Walder Frey alle Freys zu einer Feier zusammengerufen und lässt sie mit vergiftetem Wein anstoßen. Damit löscht sie diese unsägliche Familie aus, aber sie verschont Freys Frau – um ihr mitzuteilen: „Der Norden vergisst nicht.“ Endlich sind Robb und Caitlin Stark gerächt!

Unnötiger Auftritt von Ed Sheeran

Ed Sheeran 2017 bei einem Konzert in Zürich.
Eine Szene nur für Ed Sheeran? Foto: Ennio Leanza
 

Eine der besten Szenen der Folge, doch mit Aryas zweitem Auftritt in „Drachenstein“ folgt eine der schlechtesten Szenen der Episode, denn sie ist überflüssig und wohl nur für den Sänger Ed Sheeran geschrieben worden. In der Szene trifft Arya auf ihrer Reise nach Königsmund auf Soldaten der Lennisters, die ungewohnt freundlich zu einer allein reisenden jungen Frau sind. Sänger Ed Sheeran ist einer von ihnen, seine Stimme hallt durch den Wald, alle sitzen friedlich am Feuer und teilen ihr Essen mit Arya. Die Szene wirkt fehl am Platz in einer Folge, in der sich sonst die Ereignisse überschlagen.

Bran und Meera erreichen die Mauer

Und das tun sie in ungewohnter Schnelligkeit für „Game of Thrones“: Gleich zu Beginn sehen wir Bran Stark (Isaac Hempstead Wright) und Meera Reed (Ellie Kendrick), wie sie die Mauer erreichen und nach kurzem Zögern vom Lord Kommandanten Edd (Ben Crompton) in die Schwarze Festung hereingelassen werden. Ihnen auf den Fersen: der Nachtkönig und seine Weißen Wanderer, darunter auch untote Riesen.

Konflikte in Winterfell

In Winterfell streiten sich Sansa Stark (Sophie Turner) und Jon Schnee (Kit Harington) vor ihren Gefolgsleuten, doch der König des Nordens setzt sich gegen seine Schwester durch. Sansa lobt ihn danach auch für seine Art zu regieren, doch das Gefühl bleibt, dass sie sich möglicherweise gegen ihn wenden könnte. Sie scheint sich eher als Königin zu sehen, was auch Kleinfinger (Aidan Gillen) nicht verborgen bleibt: Er fragt sie, was ihr zu ihrem Glück noch fehlt, doch er kommt nicht weit mit seinen Schmeicheleien. Noch weist Sansa Petyr Baelish ab.

Ein Antrag für Cersei

Auch in Königsmund muss ein Mann damit leben, von einer Frau abgelehnt zu werden: Cersei (Lena Headey) hat zum Missfallen von Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) Euron Graufreud (Pilou Asbaek) und seine Flotte nach Königsmund eingeladen. Der neue König der Eisenmänner klagt Cersei sein Leid, dass seine Schwester Asha und Theon seine besten Schiffe geklaut und sich Daenerys Targaryen angeschlossen haben. Um ein festes Bündnis mit Cersei einzugehen, macht Euron ihr auch gleich einen Antrag.

Obwohl Cersei weiß, dass sie die Flotte der Eisenmänner braucht, um gegen Daenerys, Jon, Ellaria Sand und Olenna Tyrell kämpfen zu können, lehnt sie seinen Antrag ab. Euron gibt sich damit nicht zufrieden, er will nach einem Geschenk suchen, das ihr Herz erwärmt. Vielleicht Tyrions (Peter Dinklage) Kopf?

Ankunft in Westeros

Der befindet sich mit Daenerys, Varys (Conleth Hill), den Graufreuds, Missandei und den Drachen in der Festung Drachenstein, dem Sitz des Hauses Targaryen: Endlich hat die Khalessi Westeros erreicht und kann ihr altes Zuhause wieder in Besitz nehmen. Das Banner der Baratheons reißt sie verächtlich herunter und fragt schließlich am Ende der Folge: „Wollen wir beginnen?“ Ein Abschluss mit Gänsehautgarantie, denn Daenerys wird sicherlich nicht lange warten, bis sie sich Cersei und Königsmund vornimmt.

Witzige Sprüche in der ersten Folge von Staffel 7 von „Game of Thrones“

Neben den wichtigen Ereignissen fällt auf, wie witzig die Dialoge in der ersten Folge der siebten Staffel sind. Vor allem Jaimes Zynismus, als er sich über die Eisenmänner echauffiert („Das sind böse, kleine, wütende Menschen“), und die Sprüche von Sandor Clegane (Rory McCann), der mit dem Priester Thoros von Myr und Beric Dondarrion unterwegs sind, lockern den Ernst der Episode auf.

Weitere witzige Momente: Lyanna Mormont (Bella Ramsey) erklärt den alten Haudegen, warum auch Mädchen zu Kämpferinnen ausgebildet werden müssen, Tormund flirtet mit Brienne (Gwendoline Christie) und Podrick (Daniel Portman) muss es ausbaden und der Hund verpatzt eine ernste Begräbnisrede. Denn er ist in das Bauernhaus zurückgekehrt, dessen Bewohner er in Staffel 4 zu Aryas Missfallen ausgeraubt hatte. Der Mann und seine Tochter sind verhungert, der Hund entdeckt sein Gewissen und begräbt sie.

Sam trifft auf Ser Jorah

Da war noch was: Samwell Tarly (John Bradley) muss in der Zitadelle niedere Dienste verrichten und ist frustriert, weil er keinen Einblick in die wichtigen Bücher bekommt, um Jon zu helfen. Kurzerhand stiehlt er sie und entdeckt auch gleich etwas Hilfreiches, das er Jon mitteilen will: Bei der Festung „Drachenstein“ gibt es einen Berg voller Drachenglas, das Jon braucht, um gegen die Weißen Wanderer zu kämpfen. Ein Grund also, Daenerys einen Besuch abzustatten. Ob sie darüber erfreut sein wird? Und: Sam trifft auf Ser Jorah Mormont (Iain Glen), dessen Krankheit weiter voran geschritten ist. Können die Maester ihn heilen?

Am Montag, 24. Juli 2017, geht es mit der zweiten Folge der siebten Staffel von „Game of Thrones“ weiter.

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