Eurovision Song Contest 2015 : ESC Finale in Wien: Alle 27 Kandidaten und ihre Lieder

Große ESC-Stimmung beim Halbfinale: Måns Zelmerlöw vertritt in diesem Jahr Schweden, Dänemark ist bereits im Halbfinale ausgeschieden.
Große ESC-Stimmung beim Halbfinale: Måns Zelmerlöw vertritt in diesem Jahr Schweden, Dänemark ist bereits im Halbfinale ausgeschieden.

Beim großen Finale des Eurovision Song Contest am Samstag kämpfen 27 Künstler um den Sieg für ihr Land. shz.de ist mit einem Liveticker dabei. Hier sehen Sie alle Beiträge in der Startreihenfolge.

shz.de von
22. Mai 2015, 15:06 Uhr

Wien | Der shz.de Liveticker zum ESC ab Samstag um 19 Uhr.

Maraaya präsentiert Slowenien beim 2015 Eurovision Song Contest in Wien mit dem schnellen Stück „Here For You“. Alleinstellungsmerkmal: Sie trägt auf der Bühne stylische Kopfhörer – vielleicht statt Bart.

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2014 waren die Franzosen das Schlusslicht beim ESC. Diesmal soll Lisa Angell mit dem Titel „N'oubliez pas“, der an den ersten Weltkrieg erinnert, eine weitere Blamage verhindern. Alleinstellungsmerkmal: Ein bisschen Frieden.

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Israel schickt den erst 16-jährigen Nadav Guedj nach Wien, der sich über einen TV-Vorentscheid qualifizieren konnte. Sein Lied „Golden Boy“ handelt von Herzschmerz eines Teenagers, der sich bei seiner Mutter ausheult. Musikalisch hat das Lied einige Variationen zu bieten und kommt bei Youtube gut weg. Alleinstellungsmerkmal: Mütterherzen.

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Das estnische Duo Elina Born & Stig Rästa will mit akustischem Country-Pop einen Ohrwurm nach Europa bringen. „Calm After The Storm“ heißt der Song über eine scheiternde Beziehung, der im 60s Style mit Gibson-Gitarre dargeboten wird. Alleinstellungsmerkmal: Nostalgie.

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Dass England nach den alternden Stars der letzten Jahre diesmal mit Alex Larke den Sänger einer Rollings Stones-Coverband („The Rollin' Clones“) aufbietet, zeigt schon fast die aus Talschlägen erwachsene Ironie, mit der man dem ESC auf der Insel inzwischen begegnet. Larke ist Teil der neuen Gruppe Electro Velvet, die mit Gute-Laune-Swing die beklemmende Serie stoppen soll. Alleinstellungsmerkmal: Nichts zu verlieren.

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„Don't deny!“ - „Leugne nicht!“, heißt es im Refrain des Armenischen Beitrags „Face the Shadow“ von Genealogy. Es geht um die Verbrechen an den Armeniern im Ersten Weltkrieg, beim denen im damaligen Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen starben. Die Sängerin aus Armenien wird von fünf Künstlern aus den verschiedenen Erdteilen unterstützt. Alleinstellungsmerkmal: Globales „Jetzt“ mit politischem Hintergrund, der in Europa viele bewegt.

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Country-Pop scheint im Baltikum der letzte Schrei zu sein, jedenfalls geht auch Litauen nach einem hart umkämpften TV-Vorentscheid mit leichten westlichen Klängen nach Wien. Monika Linkyte und der ESC-Daueraspirant Vaidas Baumila singen „This time“ im Flirt-Duett und sehen gut aus dabei. Alleinstellungsmerkmal: Bei der Zeile „One Kiss…“ knutschen sich die Interpreten ab.

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Serbien hat sich für die Sängerin Bojana Stamenov entschieden, die an diesem Abend nicht nur durch ihre Stimmgewalt alles in den Schatten stellen dürfte. „Beauty Never Lies“ - „Schönheit lügt nie“, heißt das Lied, das zwischen Ballade und Dancefloor pendelt. Alleinstellungsmerkmal: Mächtige Frontfrau mit Ausstrahlung und Organ.

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Norwegen Ende Mai: Mitternachtssonne und strahlende Schönheit? Von Wegen! „A Monster Like Me“ von Mørland & Debrah Scarlett ist ein düsteres Mordgeständnis. Noch ein interessantes Duo, dessen Stimmen sich fügen. Alleinstellungsmerkmal: Der Anfang ist Spitze.

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Eigentlich wäre Schweden mal wieder dran, dafür soll ein echter Chartbreaker sorgen: ESC-Wiederkehrer Måns Zelmerlöws „Heroes“ ist eine Ode an die Hoffnung. Die Buchmacher sehen den Titel, der nichts mit dem gleichnamigen Hit von David Bowie gemein hat, beim ESC weit vorne. Alleinstellungsmerkmal: Ohrwurmattacke.

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John Karayiannis aus Zypern startet mit einer weiteren ruhigen und lieben Retro-Nummer über die Vergangenheit: „One Thing I Should Have Done“. Alleinstellungsmerkmal: Buddy Hollys Brillle.

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Mal was Neues, jedenfalls im Reglement: Popstar Guy Sebastian tritt mit der Power-Pop-Ballade „Tonight Again“ für Australien in Wien an. Australia und Austria trennen ja auch nur zwei Buchstaben. Treffen wir uns dann nächstes Jahre alle in Sydney? Alleinstellungsmerkmal: Großer Star aus Down Under.

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Loïc Nottet vertritt Belgien in Wien. Drei Amtssprachen (Deutsch, Flämisch, Französisch) stehen dem Wallonen mit der einzigartig hohen Stimme zur Verfügung, doch Englisch ist erfolgsversprechender. „Rhythm Inside“ ist sowas wie ein Geheimfavorit, zumal der Junge man sich gekonnt dazu bewegt. Alleinstellungsmerkmal: Mal was anderes.

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Nach dem Triumph im letzten Jahr startet Österreich mit vor heimischem Publikum mit einer echten Band einen weiteren Angriff auf die ESC-Krone. Statt Frau mit Bart gibt es mit The Makemakes diesmal langhaarige Typen zu sehen, deren Song „I Am Yours“ ein bisschen (oder ein bisschen mehr) nach Coldplay klingt. Alleinstellungsmerkmal: Keine gestriegelten Plastikmenschen.

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Griechenland zählt eigentlich immer zum Favoritenkreis. „One Last Breath“ – „Ein letzter Atemzug“ von Maria Elena Kiriakou klingt vom Titel her wie ein düsteres Statement zu wirtschaftlichen Lage im Land. Es ist aber nur Musik, die nach seichtem Beginn mit tosendem Playback-Orchester den Saal übermannt. Alleinstellungsmerkmal: Tiefe Einblicke.

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Die Balkan-Pop-Größe Knez geht mit der Schmuseballade Adio für Montenegro ins Rennen. Alleinstellungsmerkmal: Kein Englisch – gesungen wird in Landessprache.

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Die Hamburgerin Ann Sophie kam über die Wildcard in den Vorentscheid, wurde dort Zweite und hat ihr Ticket nach Wien letztlich dem kneifenden Gewinner Andreas Kümmert zu verdanken. Obwohl ihr das Glück hold zu sein scheint, trägt ihr Wien-Titel für Deutschland den Namen „Black Smoke“. Alleinstellungsmerkmal: Mit Großstadt-Soul und Winehouse-Slang im Westen punkten.

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Polen widmet sich mit Monika Kuszyńska und dem Song „In The Name Of Love“ ganz dem ESC-Motto „Building Bridges“: Für ein friedliches Miteinander. Alleinstellungsmerkmal: Blühend weißes Hochzeitskleid.

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Aminata Savadogo aus Lettland hat ihren hochgelobten Song „Love Injected“ selbst geschrieben. Ob ihre Stimme beim Finale in Wien den großen Erwartungen gerecht werden kann, ist fraglich. Alleinstellungsmerkmal: Gewinnersong.

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Voltaj sind in Rumänien bereits große Stars. Mit ihrem Song „De la capăt“ wollen sie auf die furchtbare Armut in ihrem Land aufmerksam machen, durch die Eltern sich gezwungen sehen, ins Ausland zu gehen und ihre Kinder zu verlassen. Eine traumatisierte Generation wächst heran. „De la capăt“ ist ein moderner Elektro-Popsong. Alleinstellungsmerkmal: Massenkompatibel und riesige Bühenerfahrung.

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David DeGea, Torhüter bei Manchester United, ist ihr Partner und macht bei Facebook reichlich Werbung für Edurne (baskisch für Schnee), die mit der Ballade „Amanecer“ in Landessprache für Spanien antritt. Alleinstellungsmerkmal: Eine der schönsten Frauen Spaniens.

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Die Friedenshymne „Wars For Nothing“ hat die vielseitige Sängerin Boggie mitkomponiert. Bemerkenswert schlicht wird das lodernde Elend der Welt verklanglicht. Für Ungarn will sie ihre universell gültige Botschaft in Wien kundtun. Alleinstellungsmerkmal: Sowas hat schonmal funktioniert (Nicole 1982).

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Nina Sublattis Beirags für Georgien hat mit Frieden nicht viel zu tun. Im Fledermaus-Dress brachte die Amazone „Warrior“ im Semi-Finale mit viel Power auf die Bühne. Der Kampfessong für die Emanzipation der georgischen Frau ist gleichzeitig ein konventioneller Popsong. Alleinstellungsmerkmal: Die magische Formel und ein brillianter Startplatz.

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Die Stunde des Wolfes („Hour of the wolf“) schlägt am späten Abend, wenn Elnur Hüseynov für Aserbaidschan auf die Bühne kommt. Es ist wieder eine Ballade, die von überall her kommen könnte. Alleinstellungsmerkmal: Aserbaidschan weiß, wie es geht.

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Der russische Song „A Million Voices“ wurde vom staatlichen Sender Erster Kanal intern ermittelt. Polina Gagarina singt eine Ballade über Liebe, Frieden und dergleichen, die gewinnen kann. Alleinstellungsmerkmal: Solche Lieder kennt man aus dem Radio.

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„Eieieiaaa“: Wenn Elhaida Dani mit ihrer Telenovela-Ballade „I'm alive“ für Albanien auftritt, ist schon fast wieder Schluss. Im Februar änderte sie aus Rücksicht auf den Komponisten noch ihren Startsong. Die Jury liebt sie, da geht was. Alleinstellungsmerkmal: Dani ist auch in Westeuropa populär, das bringt Stimmen.

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Den letzten musikalischen Wettbewerbsbeitrag stellen Il Volo aus Italien mit einer Pop-Oper über „Grande Amore“ – die große Liebe. Die blutjungen Tenöre Piero Barone, Ignazio Boschetto, sowie der Bariton Gianluca Ginobile sorgen für Lebendigkeit inmitten der Klagelied-Inflation des Eurovision Song Contest 2015. Alleinstellungsmerkmal: Eben das.

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Der Eurovision Song Contest (ESC) ist zwar eine große Party, dennoch hat er klare und viele Regeln. Eine Übersicht:

- Einen garantierten Startplatz im Finale haben traditionell die größten Eurovisions-Geldgeber Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien sowie der jeweilige Gastgeber beziehungsweise Titelverteidiger: in diesem Jahr Österreich.

- Beim Jubiläums-ESC 2015 (dem 60. seit 1956) gibt es allerdings eine Besonderheit: Ausnahmsweise darf Australien - bekannt für seine besonders treuen und engagierten Fans - teilnehmen. Das Land ist gleich für die Endrunde gesetzt worden. Sollte der Kandidat von „Down Under“ auf Platz eins landen, wird die zuständige dortige Rundfunkanstalt im kommenden Jahr den Grand Prix als Mit-Veranstalter in einer europäischen Stadt zusammen mit einem Mitgliedsland der European Broadcasting Union (EBU) organisieren.

- Jeder Wettbewerbssong darf maximal drei Minuten lang sein. Die Sprache kann frei gewählt werden.

- Politische Botschaften etwa auf T-Shirts oder Bannern, per Handzeichen oder im Songtext sind verboten. Ebenso darf keine Werbung für Produkte oder Unternehmen gemacht werden.

- Bis zu sechs Menschen ab 16 Jahren, aber keine Tiere, dürfen auf der Bühne sein. Es wird live gesungen, die Musik kommt vom Band.

- Alle Teilnehmer-Länder dürfen im Finale ihre Punkte vergeben, auch diejenigen, die bereits in den Halbfinals ausgeschieden sind.

- Die Zuschauer können erst dann für ihren Favoriten anrufen oder eine SMS schicken, wenn alle Finalisten gesungen haben.

- Die Zuschauerwertung eines Landes wird jeweils mit der Wertung einer nationalen fünfköpfigen Fachjury 50:50 verrechnet.

- Der Sieger des Wettbewerbs steht wohl nach Mitternacht fest.

- Sollten mehrere Teilnehmer die gleiche Punktzahl haben, dann gewinnt derjenige, der häufiger die Höchstwertung bekommen hat.
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