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Grimme-Preis 2014 : Erst „Dschungelcamp“, jetzt „Tatort“

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Als im vergangenen Jahr das „Dschungelcamp“ den renommierten Grimme-Preis erhielt, war die Nation zutiefst gespalten. Die Nominierungen für den 50. Grimme-Preis lassen einen gemächlicheren Ablauf vermuten.

Düsseldorf | Dem ARD-Dauerbrenner „Tatort“ wird in diesem Jahr bei der 50. Verleihung des Grimme-Preises die „Besondere Ehrung“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes zuteil. Der Träger lobte insbesondere die „Kultkraft“ des seit 44 Jahren bestehenden Krimi-Formates. „In der Summe ist die 'Tatort'-Reihe zum letzten Fernseh-Lagerfeuer geworden, das generationsübergreifend mit hohen Einzelqualitäten die Zuschauer mehr als nur in den Bann schlägt. Ein wichtiges Gut Kulturgeschichte“, so Ulrich Aengenvoort, der Direktor des Deutschen Volkshochschulverbandes.

62 Sendungen, Filme, Mehrteiler und Serien, die aus rund 700 Vorschlägen ausgewählt wurden, dürfen sich in diesem Jahr Hoffnungen auf einen Grimme-Preis machen. Das Fazit von Grimme-Direktor Uwe Kammann zum Fernsehjahrgang 2013: „Das Setzen auf Bewährtes, aber auch mehr Komödiantisches bei der Fiktion sowie ein deutlicher Schwerpunkt bei aktuellen politischen Themen im Informations- und Dokumentarbereich.“ Mit 53 Nominierungen dominieren wie schon im Vorjahr die öffentlich-rechtlichen Sender den Wettlauf um die renommierten Auszeichnungen in den Kategorien Unterhaltung, Fiktion und Information. Neun Formate aus dem privaten Bereich eine Chance auf einen der zwölf Preise, darunter drei Mal der kleine Sender Tele 5. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) darf sich über vier Nominierungen freuen: „Eine Hand wäscht die andere“ mit Ulrich Noethen, „Eine mörderische Entscheidung“ mit Matthias Brandt, „Grenzgang“ mit Claudia Michelsen und der Kieler Tatort „Borowski und der Engel “.

Unter den Anwärtern auf einen Spezialpreis ist erneut Stefan Raab für eine Einzelleistung, dieses Mal für sein Multitalent beim Kanzlerduell. In der Rubrik „Unterhaltung“ sind „Circus HalliGalli“ (Pro7), „Danni Lowinski“ (4. Staffel, Sat.1) oder auch „Frühstücksfernsehen mit Olli Dittrich“ (WDR) für den Grimme-Preis vorgeschlagen. Bekanntgegeben werden die Preisträger im März, überreicht werden die Auszeichnungen am 4. April in Marl. Mit dabei ist Bundespräsident Joachim Gauck.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 13:03 Uhr

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