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Dschungelcamp-Auftakt : „Er kann alles fressen, er ist Schlagerstar“

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Das war der Dschungelcamp-Auftakt: Model Larissa Marolt wäre gerne eine Diva. Schlagersänger Michael Wendler findet die Show niveaulos. Und Schauspieler Winfried Glatzeder hat schon Kopfschmerzen.

Elf sogenannte Promis sind mal wieder in den australischen Busch gezogen. Selbstverständlich beobachtet von Kameras und einem Millionenpublikum. Das Ekel-Konzept funktioniert seit zehn Jahren – warum also bei der achten Staffel etwas am Kandidaten-Ensemble ändern?

Die Rollen sind bekannt, die Darsteller fast egal: Ein gutes Dschungelcamp braucht zwei, besser drei attraktive Frauen (dieses Mal: Melanie Müller, Gabby Rinne), gerne hysterisch (Larissa Marolt). Die Sendungen „Germanys Next Top Model“ oder „Der Bachelor“ bringen solche Kandidatinnen hervor – sie garantieren nackte Haut und Zickenkrieg. Ihnen gegenüber stehen eine Handvoll mehr oder minder trainierte Männer, die singen oder reden können und ansonsten durch ihr unzerstörbares Ego auffallen. In dieser Staffel sind das zum Beispiel Mola Adebisi und Marco Angelini. Ein älterer Kandidat (Winfried Glatzeder) versprüht Lebensweisheiten, der naiv-verspielte Welpe (Julian F.M. Stoeckel) weckt Mutterinstinkte. Gegensätze erzeugen Spannung – Unterhaltung kann so einfach sein. Und noch ein wichtiger Kandidat: das Wetter. Schlagersänger Michael Wendler – einen irgendwie bekannten „Star“ braucht das Dschungelcamp dann doch – kündigt schon zu Beginn des fast dreistündigen Auftakts an: „Es soll ein Zyklon kommen. Zur Mitte des Camps.“ Eine echte kleine Katastrophe. Wie praktisch für RTL.

Zicken, schreien, ausrasten – das bringt Quote. Die Aufreger in Kürze: Gabby will ihre Kosmetik in ihren Haaren und in ihrer Unterwäsche ins Camp schmuggeln. Ex-Bachelor-Kandidatin Melanie sagt über die Konkurrentin: „Sie hat Potenzial zur Dschungelschlange.“ Und Larissa nervt ab der ersten Minute, in schöner Tradition zu ihrem Auftritt damals bei Heidi Klums „Germany’s Next Top Model“. Ihre schönsten Weisheiten: Im australischen Busch leben „Ureinwanderer“, die Melonen essen. Und: „Ich habe gedacht, dass es im Studio gedreht wird.“ Schon beim Einzug ins Camp rennt sie schreiend und zuckend zwischen den Pritschen umher. Der Grund: „Da ist ein Spinnennetz.“ Und noch mehr Gekreuch. Mit einer Spinnenphobie sollte man nicht ins Dschungelcamp gehen. Schauspieler Winfried Glatzeder kommentiert den hysterischen Daueranfall nach wenigen Stunden mit Grabesstimme: „Ich habe so einen Menschen noch nicht kennengelernt. In ihrer Nähe würde ich wahnsinnig werden.“ Sein Blick zwischen den grauen Locken verheißt nichts Gutes. Dann verrät er: „Jetzt habe ich Kopfschmerzen. Schon.“

Die erste Dschungelprüfung steckt das Feld ab: Die Kandidaten wählen Larissa und den Wendler, damit sie um ihre Verpflegung kämpfen. Sie gibt die Diva: „Die Schlange würgt mich! Die Schlange hat mich angekackt!“ Er gibt den stoischen Helden. Ein Käfig voller Schlangen – kein Problem. Ein fermentiertes Ei – schmeckt „wie trockenes Toastbrot“. Eine Spinne im Mund – eigentlich ganz sanft. Schließlich hält Michael Wendler sich selbst für „eine geile Sau“. Oder, wie es Winfried Glatzeder ausdrückt: „Er kann alles fressen, er ist Schlagerstar.“ Nach den Prüfungen wird der Sänger dann doch weich. „Das war beleidigend und niveaulos, was da abging“, sagt der Wendler – und denkt laut übers Aussteigen nach. Er meint nicht die Prüfungen, nicht die Konkurrenten. Sondern die Tatsache, dass er schmutzig und mit Schleim besudelt seine Sachen selbst zum Camp tragen musste.

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erstellt am 18.Jan.2014 | 01:11 Uhr

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