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Wetten, dass..? oder Supertalent : Eine Kollision mit Ansage

vom

Am Samstagabend prallten das RTL-Aushängeschild „Das Supertalent“ mit seinem Finale und der ZDF-Showklassiker „Wetten, dass..?“ aufeinander. Im Quotenrennen gewinnt Markus Lanz.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2013 | 10:43 Uhr

Während Dieter Bohlen und seine Jury auf der einen Seite den Sieger der Herbststaffel kürte, wollte Markus Lanz zeitgleich um 20.15 Uhr mit der siebten Ausgabe des Jahres den Publikumsschwund stoppen. Kann das gutgehen?

Der Quote nach zu urteilen schon - denn beide Sendungen sind auf ihre Weise erfolgreich: „Wetten, dass..?“-Gastgeber Markus Lanz hat die Talfahrt des ZDF-Klassikers gestoppt. Die Show interessierte nach Senderangaben 6,88 Millionen Zuschauer und lag damit über dem Tiefpunkt der Novemberausgabe mit 6,55 Millionen. Der Marktanteil betrug 23,3 Prozent. Das Finale der RTL-Show „Das Supertalent“ kam zeitgleich auf 4,44 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent). Beim besonders vom Privat-TV umworbenen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren hatte jedoch das RTL-Spektakel die Nase vorn und setzte sich nach Marktanteilen mit 20,5 Prozent gegen 16,4 Prozent durch.

Doch Grund zum Ärger gab es trotzdem wieder. Wegen der Stadtwette muss sich das ZDF mit Rassismus-Vorwürfen auseinandersetzen. Es erschienen mehr als 25 Augsburger in der Halle, die sich geschminkt und gekleidet hatten wie der dunkelhäutige Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer - beides Figuren aus der Augsburger Puppenkiste. Doch das ZDF handelte sich damit prompt den Ärger einiger Netznutzer ein: Auf Twitter entspann sich eine Debatte rund ums „Blackfacing“. Der Sender verteidigte sich: Jim Knopf und Lukas seien Figuren aus den „erfolgreichsten und beliebtesten Kinderbüchern Deutschlands“. Der Aufruf an die Augsburger, sich als ihre Stadtmaskottchen zu verkleiden, sei keineswegs mit dem in der Internetkritik immer wieder erwähnten „Blackfacing“ in Verbindung zu bringen.

Der Auftritt von Ex-Tennisstar Boris Becker sorgte zuvor eher für Ernüchterung. Der 46-Jährige hatte vorwitzig über Twitter angekündigt, eine Neuigkeit auszuplaudern. Alle Welt war gespannt. Ob seine Frau Lilly wieder schwanger ist? Aber dann die ernüchternde Wahrheit: „Ich muss alle enttäuschen“, sagte Becker. „Da ging mit mir die Twitterhand durch“. Das ZDF reagierte via Twitter sofort - und recht schräg: „Enttäuschung. @TheBorisBecker gibt nichts bekannt. Ihr könnte jetzt wieder umschalten.“ 

Ansonsten konnte Lanz zufrieden sein. Alle Kandidaten gewannen ihre Wetten. Siegerin in den Augen des TV-Publikums, das per Telefon abstimmte, war Nina Kaimer aus Augsburg. Die 28-Jährige schaffte es, innerhalb von 30 Sekunden die Zahl der Buchstaben einzelner Begriffe zu bestimmen und die Buchstaben dazu in die alphabetisch richtige Reihenfolge zu bringen. 50.000 Euro sind der Lohn.

Zum Abschied legte die ganz in weiß gekleidete Assistentin Michelle Hunziker (35), die nach einer verlorenen Wette bei der Sommer-„Wetten, dass..?l“-Ausgabe für eine Ausgabe im Einsatz sein musste, Markus Lanz kurz einen Arm um die Schulter und sprach ihm aufmunternd zu: „Das machst du wirklich toll“. Das hätte sie einem Thomas Gottschalk, der vor Lanz bis 2011 moderierte, wohl so nie gesagt.

Um dem ZDF richtig Dampf zu machen, hatte RTL den englischen Popstar Robbie Williams als Besucher gebucht. Das neue Supertalent wurde Lukas Pratschker (17) mit seinem Hund Falco. Der Wiener hat mit einer Dressurnummer die RTL-Castingshow gewonnen. Der österreichische Schüler bekam am Samstagabend von den Fernsehzuschauern mehr als 25 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen die anderen neun Finalisten durch. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten der Jongleur Torsten Ritter (23) aus Erfurt und die 15 Jahre alte Sängerin Viviana Grisafi aus Offenbach.

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