Leute : Dieter Wedel: Wahlen gut, wenn auch nicht gerade gerecht

Dieter Wedel wundert sich über ein weit verbreitetes Desinteresse an Politik.
Dieter Wedel wundert sich über ein weit verbreitetes Desinteresse an Politik.

Der Regisseur Dieter Wedel (70) ist trotz manchen Zweifels Verfechter der Demokratie und freier Wahlen.

shz.de von
20. September 2013, 11:43 Uhr

«Wenn ich sehe, wie uninformiert manche Menschen sind, finde ich es zwar nicht gerade gerecht, dass sie genauso eine Stimme haben wie die Menschen, die sich die Mühe gemacht haben, sich zu informieren», sagte der TV-Filmemacher («Der Schattenmann», «Der große Bellheim») kurz vor der Bundestagswahl der Nachrichtenagentur dpa. «Aber niemand will zur Oligarchie zurück, wo nur eine bestimmte Gruppe wählen darf.»

Wedel sagte, Demokratie funktioniere auch bei Filmen: «Der einzelne Zuschauer mag nichts von Dramaturgie, nichts von Schauspielkunst verstehen, aber in der Masse haben sie ein unglaubliches Gespür für das Richtige, Gute, Gehaltvolle.» Das sei ein Phänomen, das nicht zu erklären sei. «Und das wünsche ich mir auch für politische Entwicklungen.»

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