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Medien : Die Deutsche Einheit im Fernsehen

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Die Deutsche Einheit wird auch im Fernsehen gefeiert. In einigen Sendern werden auch die Abendprogramme vom 25. Jahrestag bestimmt.

Der Zuschauer hat die Wahl zwischen der Live-Berichterstattung vom Festakt am Mittag des 3. Oktober in der Alten Oper in Frankfurt sowie Show, Fiction und Dokumentationen zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Eine Auswahl:

Eine bemerkenswerte Dokumentation zum Jahrestag ist der ARD-Beitrag «Die Klasse - Berlin '61» über die Abschlussklasse der 13e der Kepler Schule im Berliner Stadtteil Neukölln. Die Schülerinnen und Schüler haben im Juli 1961 ihre schriftliche Abiturprüfung absolviert, im September soll die mündliche folgen. Doch den ostdeutschen Klassenkameraden wird der Weg abgeschnitten. Einige treten die Flucht an. Einer wird verhaftet und muss sieben Jahre ins Zuchthaus. Nach der Maueröffnung treffen sich die heute gut 70-Jährigen regelmäßig (ARD, 21.45 Uhr).

Die Feierlichkeiten zur Mittagszeit um 13 Uhr sind bundesweit im wesentlichen Sache des ZDF. Ab 12 Uhr überträgt der Sender den «Festakt zum Tag der Deutschen Einheit». Dort halten Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesratspräsident Volker Bouffier vor 1600 geladenen Gästen die Festreden. Ab 19.10 Uhr berichtet ein «ZDF spezial» mit dem Titel «Einheits-Jubiläum: Deutschland feiert» über die Festveranstaltung des Deutschen Bundestages. Am Abend (20.15 Uhr) kommt Johannes B. Kerner mit der Show «Der Quiz-Champion - Deutschland-Special».

Beim Ereigniskanal Phoenix steht der ganze Tag im Zeichen der Einheit. Unter anderem beschäftigt sich der Sender mit dem «letzten Länderspiel der DDR» (18 Uhr) in Belgien 1990. Um 19.15 Uhr folgt der Film «Berichte aus der DDR. Westkorrespondenten in Ost-Berlin», um 20.15 Uhr die Reportage «Auf den Spuren der Einheit» mit dem Historiker Christopher Clark und um 21 Uhr die Doku «Operation Gold. Spione unter Berlin» über eine missglückte CIA-Spionageaktion im Kalten Krieg.

Die Einheit unter dem Dach der Muse: «B-Movie - Das wilde West-Berlin der 80er Jahre», zu sehen um 21.50 Uhr auf Arte, ist ein Dokumentarfilm über Musik, Kunst und Chaos im wilden West-Berlin der 80er Jahre. Hier sammelten sich Künstler, Kommunarden und Hausbesetzer. Die eingemauerte Stadt war ein kreativer Schmelztiegel für Sub- und Popkultur. «B-Movie», so heißt es von Arte, erzählt die letzte Dekade der geteilten Stadt, von Punk bis zur Love Parade.

Das rbb Fernsehen berichtet in mehreren Beiträgen über die Einheit: Um 16 Uhr überträgt der Sender den Galopprenntag Hoppegarten mit dem 25. Preis der Deutschen Einheit, um 18.32 Uhr sind die «rbb Reporter» unterwegs und um 20.15 Uhr sind «Berlin und Brandenburg von oben» zu sehen. Was hat sich in 25 Jahren verändert? Um 23 Uhr darf noch einmal Wolfgang Stumph mit seiner Komödie «Der Job seines Lebens» auftrumpfen, in der er als Arbeitsloser kurz mal den «Job» des Ministerpräsidenten übernimmt.

Auch das MDR Fernsehen setzt auf Stumph: Um 10 Uhr morgens wird die deutsch-deutsche Komödie «Heimweh nach drüben» ausgestrahlt. Um 16 Uhr folgt ein «Extra» zur Einheit. Die Show «Kims Klub» mit Kim Fisher dreht sich am Abend um 20.15 Uhr ebenso nur um das eine Thema. Den Abend schließt das Kinofluchtdrama «Wir wollten aufs Meer» um 0.05 Uhr ab.

Unter den Privatsendern tut sich Kabel eins mit der mehr als vier Stunden langen Dokumentation «Endlich eins! 25 Jahre Wiedervereinigung» um 20.15 Uhr hervor. Darin erinnert sich unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck an das Gefühl, als die Mauer 1989 fiel: «Es ist einfach umfassend und großartig, Freiheit zu gewinnen», zitiert ihn Kabel eins. «Und ganz besonders dann, wenn man damit überhaupt nicht mehr gerechnet hat.» Zu Wort kommt unter anderem auch Linken-Politiker Gregor Gysi.

Auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Die Nachrichtensendung «logo! extra: Aus zwei wurde eins - 25 Jahre Deutsche Einheit» macht auf dem öffentlich-rechtlichen KiKA den Jüngsten um 19.50 Uhr klar, wie es zur Einheit kam. Anschließend kommt um 20.10 Uhr «Der KiKA live Deutschland-Check: Best-of». Um 20.45 Uhr schildert Moderator Felix Seibert-Daiker im Film «Erde an Zukunft: Die Welt wird zum Dorf - Heimat ist überall?», wie rund dreieinhalb Millionen DDR-Auswanderer- und Flüchtlinge ihre Situation meisterten.

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erstellt am 03.Okt.2015 | 08:00 Uhr

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