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Fernsehen : Der große Crash - Margin Call

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Männer in Anzügen, glitzernde Hochhäuser, funkelnde Limousinen, skrupellose Finanzhaie, verzweifelte Banker vor Monitoren mit endlosen Zahlreihen.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 00:07 Uhr

An solche Bilder von der Wall Street haben sich viele Menschen gewöhnt - zunächst dank revolutionärer Filme wie «Wall Street» in den 1980er Jahren, dann kam das reale Fiasko. Einer der letzten großen weltweiten Crashs: Herbst 2008. Drehbuchautor und Regiedebütant J.C. Chandor siedelt genau da «Der große Crash - Margin Call» (ARD, 23.55 Uhr) an.

Es ist der Abend vor der Finanzkrise. Eine große Investmentbank inmitten Manhattan entlässt alt gediente Mitarbeiter, so auch den Top-Analysten Eric Dale (Stanley Tucci). Doch bevor er den Aufzug gen Abstieg betritt, überreicht er dem jungen Nachwuchstalent Peter Sullivan (Zachary Quinto) brisante Daten. Es kehrt Ruhe ein in den Büroräumen, die Mitarbeiter entschwinden in den Feierabend oder in die Arbeitslosigkeit, dunkel wird es über Manhattan. Nur Peter bleibt, sieht sich die Daten an, rechnet weiter und stellt fest: Der Verlust der zahlreichen, weitgehend wertlosen Papiere im Besitz der Finanzhauses übersteigt den Wert der gesamten Bank.

Eilig werden die Verantwortlichen zusammengetrommelt, aus den Bars Manhattans, später auch per Helikopter. Da allerdings steht schon fest: Die Krise ist nicht aufzuhalten. Trotzdem folgt eine nächtliche Beratung der nächsten - mit Ausführungen zum Ernst der Lage, möglichen Alternativen. Der Zuschauer ohne Finanzdiplom kann da kaum noch folgen, macht aber nichts, denn die Rollen sind klar verteilt, die Geschichte zielt in eine Richtung.

Da ist der gute, ehrliche junge Peter, der anfänglich noch glaubt, den Untergang aufhalten zu können, sein ebenfalls junger Kollege Seth, der einzig seine erste Millionen vor Augen hat, der zwar ebenfalls knallharte, aber immerhin hemdsärmelige Banker alter Schule Sam Rogers (Kevin Spacey), der zumindest Gefühle zeigt, als sein Hund stirbt. Und dann gibt es natürlich eine ganze Riege gewissenloser, aalglatter, zynischer Aufsichtsratsmitglieder mit wenig Fachexpertise (Demi Moore, Simon Baker), die sich vor allem um die eigenen Boni und ihre Macht innerhalb des Hauses sorgen. Zum Schluss wird auch noch Oberboss John Tuld (Jeremy Irons) eingeflogen, der eine hochspekulative Rettungsaktion anordnet.

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