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Fernsehen

24. August 2017 | 05:47 Uhr

Medien : Borgia

vom

Macht und Mord, Sex und Gewalt: der verruchte Papst-Clan Borgia intrigiert, liebt, kämpft und tötet wieder zur besten Sendezeit.

In sechs neuen Episoden erzählt die zweite Staffel der Historienserie «Borgia» von Montag an im ZDF die Geschichten rund um Rodrigo, Cesare und Lucrezia Borgia weiter (20.15 Uhr).

Zwei Jahre nach dem Start des opulenten Spektakels liefert die neue 30-Millionen-Euro-Produktion, die fünf Millionen teurer als die erste Staffel war, 600 Minuten Stoff: Über den schillernden Papst Alexander VI., als der Rodrigo Borgia in die Geschichte einging. Und über seine Sippe, über die die Macher der Serie schreiben: «Das elfte Gebot der Borgia: Vergiss die ersten zehn.»

Die Fortsetzung beginnt 1497 - nach dem Tod von Rodrigo Borgias Sohn Juan. Düstere Bilder gleich zum Auftakt: Blitze, Donner, finstere Nacht - und bereits in den ersten Minuten zwei Tote, erstochen von Rodrigo. «Mein Gott, was habe ich getan? Bin ich noch Papst?», ruft er verzweifelt und versichert sich selbst: «Ich werde wieder Papst sein - nicht nur dem Namen nach!» Kurz darauf sieht man seinen Sohn Cesare erst beim Liebesspiel, dann zweifelnd vor einer Landkarte stehend: «Vielleicht habe ich meinen Weg verlassen, mein großes Ziel: nicht nur Cesare zu sein, sondern Caesar.» Derweil gehorcht seine Schwester Lucrezia dem Befehl Rodrigos und verlässt ihr Schlafgemach nicht - sie soll ihre Schwangerschaft geheim halten.

Jeder der drei Hauptcharaktere - Rodrigo (John Doman), Cesare (Mark Ryder) und Lucrezia (Isolda Dychauk) - setze im Laufe der nächsten Episoden seine «eigene, ganz persönliche Reise» fort, erklärte Autor Tom Fontana auf einer Pressekonferenz. Bedeutende Personen der Neuzeit kreuzen dabei ihre Wege: Machiavelli, Da Vinci und Michelangelo. «In dieser Staffel werden wir viel Kunst und Kultur der Renaissance wahrnehmen», wurde er im Presseheft zitiert. «Dabei verwende ich nur Charaktere, die in der Geschichte tatsächlich mit der Borgia-Familie zu tun hatten oder zumindest in einer der Städte waren, in denen unsere Borgias lebten.» Gedreht wurde in den Prager Barrandov-Studios und an Originalschauplätzen in Italien.

Die erste «Borgia»-Staffel lief nach Angaben der Macher inzwischen in 85 Ländern. Für das ZDF war die Produktion ein Zuschauererfolg: 5,06 Millionen Menschen schauten hierzulande durchschnittlich zu, der Marktanteil aller sechs Teile zusammen betrug 15,5 Prozent. Kurz nach Ausstrahlung der ersten Folgen der vom ZDF koproduzierten Staffel war im November 2011 auf ProSieben die US-Serie «Die Borgias» gestartet. «Die Tatsache, dass es eine zweite Serie gab, begleitete uns von Anfang an», sagte «Borgia»-Produzent Jan Mojto. «Überall, wo beide Serien gelaufen sind, haben wir gewonnen.» Das US-Format wurde nach der dritten Staffel eingestellt.

Autor Tom Fontana geht von einem Ende seiner Serie ebenfalls nach der dritten Staffel aus. «Insgesamt glaube ich, dass die dritte Staffel wohl die letzte sein wird», sagte er auf der Pressekonferenz, ergänzte aber zugleich: «Mal sehen, wir sind noch dabei, das herauszufinden.» Von Historikern habe er bislang weder positive noch negative Reaktionen auf seinen Stoff bekommen. «Wir versuchen, so nah wie möglich an den geschichtlichen Fakten zu bleiben, solange sie nicht mit der Dramaturgie in Konflikt kommen», erklärt er im Presseheft. «In Anbetracht der Tatsache, dass die Geschichte die Borgias so schlecht behandelt hat, denke ich, dass sie sich die Serien anschauen und mit fast allem sehr zufrieden sein würden.»

Die weiteren fünf Folgen der Serie, in der namhafte Schauspieler wie Andrea Sawatzki und Florian Fitz vereinzelt mit von der Partie sind, zeigt der Sender am Dienstag (1.10.), Donnerstag (3.10.), Montag (7.10.), Mittwoch (9.10.) und Donnerstag (10.10.) jeweils um 20.15 Uhr.

«Borgia» im ZDF

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erstellt am 30.Sep.2013 | 00:07 Uhr

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