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Medien : «Bella Dilemma»: Sawatzki im dritten Teil der Komödie

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Andrea Sawatzki (50) gehört zu den gefragtesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen. Die ehemalige Frankfurter «Tatort»-Kommissarin eroberte als verpeilte Mittvierzigerin Bella Jung bereits zweimal die Herzen der Zuschauer.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 10:17 Uhr

Die ZDF-Komödie «Bella Vita» (2010), in der Bella ihren untreuen Mann verlässt, verfolgten fast 5,5 Millionen. Die Fortsetzung «Bella Australia», in der die Heldin mit ihrer Tochter nach Australien geht, lockte 2012 immerhin noch knapp 3,5 Millionen vor den Bildschirm. An diesem Donnerstag um 20.15 Uhr folgt im Zweiten der dritte Streich: «Bella Dilemma».

Bella, ewig unentschlossen, ist wieder mal zwischen allen Stühlen gelandet. Der junge und durchtrainierte Polizist Sebastian (Tobias Oertel) ist inzwischen nicht mehr nur ihr WG-Genosse, sondern auch ihr heimlicher, freundlicher und sehr geduldiger Liebhaber. Und Bella hat gerade frisch ihr Physiotherapie-Studio im trendigen Kreuzberg aufgemacht. Also, alles in Butter? Eher nicht.

Bella scheut sich, mit ihrem arbeitslosen Mann Martin (Thomas Sarbacher) den Schlussstrich zu ziehen. Noch lebt der mit Sebastian und Bella unter einem Dach. «Ich kann den doch nicht einfach auf die Straße setzen. Der hat keinen Job, der hat kein Geld.» Sebastian hat es irgendwann satt: «Entweder er zieht aus oder ich.» Als Bella sich ein Herz nehmen will, klingelt das Telefon, das Schicksal schlägt zu. Die besten Freunde des einstigen Paares sind bei einem Autounfall gestorben.

Das tote Paar hinterlässt das Kleinkind Tom. Bella und ihr Ex-Mann waren Paten und sollen laut Testament das Sorgerecht für das Kind erhalten, damit haben sie jetzt eine gemeinsame Verpflichtung. Und Sebastian hat eine große Sorge. Will Bella nun doch zu ihrer alten Ehe zurück?

«Bella Dilemma» ist nach dem erfolgreichen Strickmuster seiner Vorgänger gedreht: Es ist ein harmloser und leicht überdrehter Filmspaß, der sich an der Unentschlossenheit seiner Heldin, den Sorgen und Ängsten der Mittelschicht und vielen Berliner Klischees abarbeitet. Das Drehbuch schrieben Stefan Kuhlmann und Sathyan Ramesh, Regie führte bei der Komödie Oliver Schmitz.

Sawatzki kann sich gut in Bella hineindenken, wie sie in einem Interview sagte. «Ich sehe schon den gesellschaftlichen Druck, als Frau Berufsziele verfolgen zu müssen. Frauen, die für Mann und Kinder sorgen, sind leider nicht so angesehen wie Frauen, die Karriere machen», sagte die 50-Jährige, die mit dem Kollegen Christian Berkel (55) verheiratet ist und von ihm zwei Söhne hat. Sie wünscht sich Gelassenheit statt Zwang zur Selbstverwirklichung: «Schließlich bin ich außerhalb der Dreharbeiten selbst Hausfrau und Mutter und weiß, wie anstrengend und erfüllend das sein kann - ein Beruf für sich.»

Ganz am Ende von «Bella Dilemma» hat die tapfere Heldin ihr Leben geordnet. Aber keine Sorge, neues Chaos wartet am Horizont: der vierte Teil wird «Bella Familia» heißen und ist bereits abgedreht. Zwei weitere Fortsetzungen mit den Arbeitstiteln «Bella Casa» und «Bella Amore» werden gerade in Berlin und an der Ostsee gefilmt.

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