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„Tatort“ Hamburg : Angst vor Spoilern: NDR will „Tatort“ mit Til Schweiger nicht vorab zeigen

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Der Hamburg-„Tatort“ in der Doppelfolge wird mit Spannung erwartet. TV-Kritiker dürfen aber nur einen Teil vorab sehen.

Hamburg | Am 22. November kommt der erste Teil des neuen Hamburg-„Tatorts“ „Der große Schmerz“ ins Fernsehen, eine Woche später, am 29. November, die Fortsetzung „Fegefeuer“. Doch die Zuschauer werden diesmal zumindest beim zweiten Teil nicht wissen, was sie erwartet: Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) will Journalisten die Folge nicht vorab zeigen.

Zum ersten Mal in der 45-jährigen Geschichte des ARD-„Tatorts“ müssten Kritiker der Programmzeitschriften und Zeitungen auf die Vorab-Ansicht verzichten, schreibt der Tagesspiegel. „Die redaktionelle Entscheidung, den Tatort ,Der große Schmerz' nicht vorab zu zeigen, hat inhaltliche Gründe. Den Zuschauerinnen und Zuschauern soll nicht die Spannung genommen werden“, begründete der NDR gegenüber der Berliner Tageszeitung seine Entscheidung. Die Spoiler-Gefahr sei zu groß - wer den Film sieht, werde es verstehen.

Trotzdem: Die Kritiker wehren sich. „Warum sollten wir die Handlung verraten? Was hätten wir davon? Das würde doch nur die Leser stören“, sagt Heiko Schneider, stellvertretender Chefredakteur von TV-Spielfilm. Er finde den Umgang des NDR mit den TV-Kritikern befremdlich.

Normalerweise dürfen Journalisten die Produktionen vorab sehen - ob Til Schweiger die Entscheidung beeinflusst hat, lässt nur schwer nachweisen. Gegenüber dem Tagesspiegel hat der NDR die Einflussnahme Schweigers abgestritten. Aber es ist bekannt, dass Schweiger seit seinem Film „Keinohrhasen“ bei Kinoproduktionen weitgehend auf Pressevorführungen verzichtet.

Der Doppel-Tatort mit Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller wird mit Spannung erwartet - auch weil Schlagersängerin Helene Fischer einen Gastauftritt haben wird.

 

 

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erstellt am 13.Nov.2015 | 16:30 Uhr

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