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Medien : Alter schützt vor Liebe nicht

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Das Alter und die Liebe - sie passen ganz offensichtlich zusammen. Auch wenn die Menschen im Durchschnitt immer älter werden, sie geben ihre Hoffnung auf Zweisamkeit nicht auf und sind trotz aller Schicksalsschläge immer wieder auf der Suche nach Partnern.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 09:33 Uhr

«Alter schützt vor Liebe nicht», an diesem Dienstag (22.15 Uhr) im ZDF zu sehen, ist ein Film in der Reihe «37 Grad», der von Menschen berichtet, bei denen in reiferen Lebensabschnitten noch einmal die Schmetterlinge kribbeln.

Die TV-Autorin Simone Grabs hat sich auf die Suche nach Schicksalen gemacht und ist fündig geworden. Zum Beispiel hat sie Barbara und Peter aufgetan: Sie ist 52 und von Beruf Floristin, er ist 60 und bereits in Ruhestand. Begegnet sind sie sich als Statisten bei einer Filmproduktion. Bei einer Autofahr-Szene, schildert der Berliner, habe es bei ihm gefunkt. Dann habe er am nächsten Tag alles in Bewegung gesetzt, um ihre Telefonnummer zu ergattern.

Bei Barbara stießen seine Annäherungsversuche zunächst auf eine gewisse Gegenwehr: «Nach einem harten Scheidungskampf hatte ich die Nase voll von Männern», zitiert das ZDF die Protagonistin. Doch er blieb hartnäckig und überredete seine neue Freundin, mit ihm zusammen ein kleines Reihenhaus zu beziehen. Eine Bedingung stellte Barbara: «Ich brauche auf jeden Fall ein eigenes Zimmer. Über all die Jahre haben wir uns doch beide Marotten angewöhnt, da braucht jeder mal seinen Freiraum.»

Das nächste Beispiel: Ute ist 70 und beteiligt sich am Speed-Dating. Die Frankfurterin ist seit einem Jahr Witwe: «Ich habe meinen Mann, mit dem ich 46 Jahre lang verheiratet war, sehr geliebt, und ich vermisse ihn», sagt sie im ZDF. «Aber meine Tochter hat mir geraten, mich nicht zu Hause zu vergraben.» Seit ihrer Jugend hat sie nie wieder geflirtet. «Im Moment finde ich es einfach nur spannend. Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich nichts dagegen, wenn ich noch mal meinen Traummann finde.»

Und dann sind da noch Gisela und Hans - sie ist 73, er bereits 84. Beim Tanztee haben sie sich kennengelernt. Beim Thema Zusammenziehen zögert sie noch: «Hans ist ja bald 85, und ich bin auch kein junger Hüpfer mehr. Da wäre es wohl klüger, über eine gemeinsame Wohnung in einer Seniorenresidenz nachzudenken.» Er möchte sie lieber ins Haus seines Sohnes, in dem er ein großes Zimmer bewohnt, mitnehmen. Gisela hat aber in ihrem Dorf einige Kilometer entfernt viele ehrenamtliche Verpflichtungen. Eine lösbare Situation?

Autorin Grabs hat bereits einige Filme für die Reihe «37 Grad» gedreht. Unter anderem die Beiträge «Kleine Schritte – großes Glück. Mit Glasknochen laufen lernen» und die Fortsetzung dazu, «Marisas erste Schritte: mit Glasknochen laufen lernen» - Dafür erhielt sie den Goldenen Spatz. Ihr Film «Moritz: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird» über ein Geschwisterpaar, das mit einer unheilbaren Krankheit leben muss, wurde mehrfach ausgezeichnet.

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