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Reaktionen bei Twitter : „Ach Günther“: Wie ein Imam Jauch vorführt

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Ein Imam soll Jauchs Talkrunde Quote bringen. Doch der radikale Prediger schaltet krampfhaft auf Defensive, lässt nicht locker und setzt dann zum keifenden Solo an. Die Sendung scheitert, die Twitter-Kommune poltert.

Berlin | „Gewalt in Namen Allahs – wie denken unsere Muslime?“ hieß die Fragestellung der ARD-Talkshow von Günther Jauch am Sonntagabend im Berliner Gasometer. In seiner ersten Sendung nach der Sommerpause wollte der Talkmaster seine Gäste mal wieder ausfechten lassen, wie es um „unsere“ Muslime bestellt ist. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Heinz Buschkowsky (SPD), die Journalistin Özlem Gezer (Der Spiegel) und der NDR-Reporter Stefan Buchen bildeten eine etablierte Runde. Dazu gesellte sich der radikale Berliner Imam Abdul Adhim Kamouss. Mutig, mutig – doch der Mann erwies sich zum Dampfplauderer und die Sendung wurde – trotz fast fünf Millionen Zuschauern – zum quälenden Desaster.

Um die folgende untere Frage gleich zu beantworten: Viel ist Werbung, das allermeiste sind Tweets über Twitter-Trends mit #jauch an erster Stelle und der Rest ist Kritik an einer Günther-Jauch-Talkshow vom Sonntagabend, in der ein geladener Imam sich als Talkgast denkwürdig in Szene setzte.

Das Medienecho fällt verheerend aus.

Für manche wurde Fernsehgeschichte geschrieben.

Der Imam Abdul Adhim Kamouss redete viel, doch es war nicht der Inhalt seiner Worte, der unter die Haut ging, sondern seine gequälte Stimme.

Da beliebt selbst die vermeintliche Witwe eines Schreckensherrschers zu scherzen.

Kritik überall – die verschiedenen Standpunkte polarisieren ähnlich wie die der Talkgäste.

Die Twitter-Streitenden verbindet eine Ansicht: Mit der Sendung und der Moderation ist etwas faul.

Trotz der anstrengenden Lautstärke bei Jauchs Islam-Steit findet der eine oder der andere im Stimmenwirrwarr noch verborgene Unterhaltung.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 11:39 Uhr

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