Fußball Regionalliga Nord : Falko Götz trainiert jetzt Holstein Kiel

Der ehemalige Bundesligatrainer Falko Götz kommt nach Kiel.  Foto: dpa
Der ehemalige Bundesligatrainer Falko Götz kommt nach Kiel. Foto: dpa

Holstein Kiel hat einen neuen Trainer: Nach Informationen von shz.de hat die Regionalliga-Mannschaft Falko Götz engagiert. Der ehemalige Bundesligatrainer löst einen enttäuschten Peter Vollmann ab.

shz.de von
17. Dezember 2008, 10:16 Uhr

Trotz des Gewinns der Herbstmeisterschaft hat Fußball-Regionalligist Holstein Kiel seinen Trainer Peter Vollmann freigestellt. Als neuer starker Mann soll künftig der ehemalige Bundesliga-Profi Falko Götz die "Störche" anführen, wie die Kieler mitteilten.
"Ich bin menschlich einfach maßlos enttäuscht", sagte Erfolgscoach Vollmann in einer ersten Reaktion. Erst am Sonntag hatte er die Kieler durch den 3:1-Sieg im 110. Schleswig- Holstein-Derby beim VfB Lübeck zur Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Nord geführt. Kiels Präsident Roland Reime betonte, dass die Trennung von Vollmann "keine spontane Entscheidung" gewesen sei. "Um unseren Plan mit dem Aufstieg bis in die 2. Liga zu realisieren, müssen wir professioneller werden, von der jüngsten Mannschaft bis zur Liga", sagte Reime gegenüber der Sportpresse Nord. Reime: "Erfolg ist planbar." Holsteins Präsident bestätigte, dass man bereits vor rund fünf Monaten Kontakt zu Falko Götz aufgenommen habe.
2012 in die Zweite Liga?
Gemeinsam mit Götz wird der frühere Hertha-Profi Andreas Thom an der Kieler Förde anheuern. Mit Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde soll das erfahrene Duo die Arbeit aufnehmen, bis dahin werden Michael Bauer und Klaus Thomforde das Team betreuen. "Holstein Kiel hat eine klare Zielsetzung: Aufstieg in die Dritte Liga, um 2012 in die Zweite Liga zu kommen", umschrieb Reime die Erwartungen an Götz, der "von Anfang an ein Topkandidat" gewesen sei. Reime räumte ein, dass ihm die Trennung von Vollmann nicht leicht gefallen sei: "Mir tut das auch leid."
Zugleich betonte er, dass der Regionalliga-Tabellenführer keinen "Eins-zu-Eins-Austausch" auf der Trainerbank vorgenommen habe. Vielmehr solle Götz für den gesamten Leistungsbereich verantwortlich sein - ähnlich der Funktion eines englischen Team-Managers. Die Wahl sei auf Götz gefallen, weil dieser die Erfahrung als Erstliga-Coach und auch als Leiter des Nachwuchszentrums des Bundesligisten Hertha BSC mitbringe, erläuterte Reime. Von dem früheren Verteidiger, der über 200 Bundesligaspiele für Bayer Leverkusen und den 1. FC Köln absolvierte und bei Hertha im April 2007 zusammen mit Thom wegen Erfolglosigkeit gehen musste, verspricht sich Reime "eine einheitliche Spielphilosophie".
Vollmann und seinem Assistenten Peter Zanter hat der Clubchef dies offenbar nicht zugetraut. Vollmann selbst hatte für die ungewöhnliche Trennung kein Verständnis: "Letztes Jahr sind wir aufgestiegen, dieses Jahr sind wir auf Platz eins - was soll ich sagen?"

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