"Vega Palace" : Explosion in Disko - Zwei Menschen verletzt

Der Morgen danach: Ein Feuerwehrmann bekämpft letzte Glutnester. Foto: Geissler
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Der Morgen danach: Ein Feuerwehrmann bekämpft letzte Glutnester. Foto: Geissler

In Flensburg ist in der Nacht zu Montag die Diskothek "Vega Palace" explodiert. Zwei Menschen wurden verschüttet. Was sie im Gebäude machten, ist offiziell noch unklar.

shz.de von
12. November 2012, 05:11 Uhr

Flensburg | Die Flammen loderten meterhoch aus dem total zerstörten Gebäude: Eine Explosion hat am frühen Montagmorgen die Diskothek "Vega Palace" im Norden Flensburgs in Schutt und Asche gelegt. Zwei Menschen wurden bei der Explosion verschüttet.
Noch ist völlig unklar, was zu der Explosion und dem anschließenden Großbrand des Lokals in der Steinstraße geführt hat. "Schon auf der Anfahrt konnten wir Flammenschein am Himmel sehen, bei unserem Eintreffen stand das Gebäude in Vollbrand", schildert Einsatzleiter Hartmut Schrage seine Eindrücke. Bei einer ersten Erkundung machten die Einsatzkräfte dann eine schreckliche Entdeckung: An einer Seite des Gebäudes lagen zwei Männer - verschüttet unter schweren Betonteilen. "Wir mussten die Personen mit schwerem Gerät befreien, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht werden konnten", so Schrage weiter.

Was machten die Männer in der geschlossenen Disko?
Rund eine Dreiviertelstunde dauerte es, bevor die Verschütteten befreit werden konnten. Wie schwer die Menschen verletzt wurden, ist indes noch unklar. Lebensgefahr bestehe allerdings nicht, sagt Polizeisprecher Matthias Glamann. Da die Diskothek bei Brandausbruch geschlossen war, ist für die Polizei ohnehin noch völlig rätselhaft, wieso sich die Männer im oder am Gebäude aufgehalten haben. "Die Ermittlungen dazu laufen, wir haben jedoch noch keine genaueren Erkenntnisse", sagt Glamann.
Auch ein hinter dem Gebäude abgestellter Kleinbus ging in Flammen auf und brannte ebenso aus, wie das gesamte Diskothekengebäude, das an einen alten Versorgungs- und Lagerbunker angebaut war. Im Laufe der Löscharbeiten musste die Feuerwehr einen Radlader anfordern, der die Außenwände des Gebäudes einriss. "Auf andere Weise konnten wir nicht an die Glutnester und Brandherde gelangen", erklärt Einsatzleiter Schrage. Er schätzt, dass die Löscharbeiten noch bis zum Vormittag andauern werden. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch drei Freiwillige Feuerwehren alarmiert, um den Brand zu bekämpfen.
Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. "Erkenntnisse zum Hintergrund des Brandes haben wir allerdings noch nicht", so Polizeisprecher Glamann.

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