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Unfall auf der Nordsee : Explosion im Motorraum: Öltanker treibt vor Dänemark

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Tanksschiff „Alia“ treibt seit einer Explosion am Dienstag in der Nordsee. Erinnerungen an die „Pallas“ werden wach.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2015 | 10:42 Uhr

Esbjerg | Das 183 Meter lange Tanksschiff „Alia“ treibt laut „Jydske Vestkysten“ seit Dienstagabend rund 120 Kilometer westlich der dänischen Stadt Esbjerg in der Nordsee. Das Schiff, das Öl und Chemikalien laden kann, hatte am Montag den Hafen von Göteborg in Richtung Valletta/Malta, verlassen. Gegen 22 Uhr am Dienstag kam es zu einer Explosion im Maschinenraum. Um das Feuer klein zu halten, wurde laut Aussagen der Besatzung gegenüber dänischen Medien der Motorenraum versiegelt und die CO2-Löschanlage eingeschaltet.

Zwei sich in der Nähe befindende Fischerboote kamen zur Hilfe. Eine Stunde nach der Meldung des Feuers erreichten zwei Schiffe der Reederei Esvagt den Tanker. Mit Einsatz von Spritzwasser konnte das Schiff „Esvagt Omega“ die Temperatur der kritischen Bereiche herabgesenken. Um 1 Uhr nachts gaben die Einsatzkräfte Entwarnung: Die Inspektion ergab, dass die Temperatur an den kritischen Stellen wieder auf Normalniveau war. Die Gefahr eines Öllecks bestehe nun nicht mehr, heißt es vom „Operationszentrum Gefahrenabwehr“.

Bei der Explosion sei niemand verletzt worden und die gesamte Crew sei noch an Bord, sagte der Teamleiter der Einsatzkräfte. Da der Motor der Schiffes allerdings schwer beschädigt wurde und außer Funktion ist, muss das Schiff schnellstmöglich in den Hafen geschleppt werden. Die in Liberia ansässige Tankerreederei muss sich mit der Versicherungsgesellschaft nun darüber einig werden, wie das bewerkstelligt werden soll.

Dieser Unfall ruft Erinnerungen wach an die Havarie das Holzfrachters „Pallas, die vor ziemlich genau 17 Jahren ebenfalls mit einer Explosion vor Esbjerg ihren Ursprung nahm.

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