Bundestagswahl 2013 : Ex-Postvorstand soll Steinbrück-Erpresser sein

Gewagt: Auf dem aktuellen Titel des SZ-Magazins zeigt der Politiker Peer Steinbrück den Stinkefinger. /SZ-Magazin
Gewagt: Auf dem aktuellen Titel des SZ-Magazins zeigt der Politiker Peer Steinbrück den Stinkefinger. /SZ-Magazin

Der frühere Frachtchef der Deutschen Post steht unter dem Verdacht der versuchten Nötigung. Angeblich wollte er den Brief an den Kanzlerkandidaten gar nicht abschicken.

shz.de von
14. September 2013, 12:40 Uhr

Beim Erpresser von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück handelt es sich ein früheres Vorstandsmitglied der Deutschen Post. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Hermann Ude war von 2008 bei der Post für das Frachtgeschäft verantwortlich.  Der Manager will den Drohbrief vor allem aus Empörung über Äußerungen Steinbrücks über die Ausbeutung von Geringverdienern geschrieben haben. Das habe der Mann bei der Bonner Staatsanwaltschaft erklärt, berichtet die Zeitung. Die ermittle laut "SZ" gegen ihn wegen versuchter Nötigung.

In dem Brief war Steinbrück mit Enthüllungen über eine angeblich schwarz beschäftigte Putzfrau gedroht worden. Der Erpresser hate sich bereits am Montag gestellt. Es war aber bislang nicht öffentlich bekannt, um wen es sich handelt. Der Mann hatte angegeben, den Brief aus einer Verärgerung heraus geschrieben, aber zunächst nicht abgesendet zu haben. Das Schreiben sei dann in einen Stapel weiterer Briefe geraten und versehentlich zur Post gegeben worden.

Steinbrück selbst ist eine Woche vor der Wahl vor allem wegen eines "Stinkefinger"-Bildes in den Schlagzeilen, das das Magazin der "SZ auf der Titelseite veröffentlicht hatte. Das Bild war von ihm zuvor autorisiert worden.

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