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Hype um ein Elektroauto : Elon Musk liefert erste Tesla Model 3 aus: Rollt heute die Revolution vom Band?

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Aus der Onlineredaktion

Freitagnacht ist es soweit: Tesla rückt die 30 ersten der heißbegehrten Model 3 raus.

‎Palo Alto | Als Tesla-Chef Elon Musk im März 2016 das batteriebetriebene Tesla Model Three (in reimender Anlehnung an Henry Fords Bahnbrech-Vehikel Model T) für einen massentauglichen Grundpreis von 35.000 Dollar ankündigte, durchzuckte es die arrivierte Autoindustrie wie ein Blitz. Das war mehr als eine Kampfansage an das Herkömmliche. Ein Funkeln in den Augen bekamen auch viele Autofahrer, denen der Elektroantrieb im mittleren Segment bisher preislich unzugänglich war. An diesem Freitag ist es nun soweit: Die ersten 30 der Fahrzeuge werden im Rahmen einer zünftigen Party im Headquarter in ‎Palo Alto/Kalifornien ausgeliefert.

 

Im August sollen 100 der Fahrzeuge am Produktionsstandort Fremont in Kalifornien gebaut werden und im September 1500. Dann beginnt die Massenproduktion. Im Dezember sollen bereits 20.000 Model 3 aus der Fabrikhalle rollen, wenn der Fahrplan funktioniert. Angeblich lagen bereits vor Produktionsbeginn Anfang Juli 400.000 Vorbestellungen vor. Musks Gigafactories sollen die Massenproduktion ermöglichen, zwei bis drei weitere davon sind geplant.

 

Gelingt die Markteinführung, könnte das Model 3 zu einem Massenmodell der elektrischen Automobilität werden. Auch beim Marketing ist Tesla eigene Wege gegangen. Eine Zehnjährige hatte dem Tesla-Gründer Musk vorgeschlagen, einen Wettbewerb für das beste Tesla-Video zu starten.

 

Mit Überraschungen geizt Visionär Musk auch bei seinem ausgelieferten Produkt nicht. Klar ist auch beim Model 3, dass Musk das autonome Fahren weiter etablieren will. Nach der Trennung vom Navigationspartner Mobileye hat das Unternehmen die Zukunft des Autopiloten selbst an sich gerissen. Ob es daraus unbeschädigt hervorgeht, wird bezweifelt. Und beim Produkt „Full Self-Driving Capability” könnte es gar sein, dass der im Spätherbst kommende Audi A8 mit seiner Level-3-Automation den Tesla überholt, was die autonomen Fähigkeiten betrifft. Von Visionär Musk erwartet man nun, dass er diesbezüglich im Model 3 nichts zurückhält, was möglich ist.

Mindestens 350 Kilometer Reichweite soll der Volks-Tesla haben. Hier hatte General Motors auf dem US-Markt mit seinem 37.500 Dollar teuren Chevy Bolt, der knapp 400 Kilometer ohne Aufladung fahren kann, vorgeschossen. Der Opel Ampere fährt bis zu 520 Kilometer mit einer Akku-Ladung. Ob Tesla mit dem größeren Akku in diese Regionen vorstoßen kann, ist die spannende Frage des Tages. Dieser wird auf eine Energiemenge von 70 bis 75 Kilowattstunden geschätzt. Auch auf Verbesserungen beim Supercharger darf man gespannt sein, Gerüchten zufolge will Musk das Netz mit Solarparks aufpeppen.

Im Durchschnitt werden die neuen Autos dann doch wohl 42.000 Dollar kosten – plus Mehrwertsteuer. Für viele Käufer ein Grund, am Ende lieber ein höherklassiges Modell wie den S 75 in abgespeckter Version zu wählen. In Europa werden die Preise wohl weiterhin deutlich höher sein.

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erstellt am 28.Jul.2017 | 12:26 Uhr

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