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Prävention und Bildung : EKD-Chef fordert „flächendeckenden Islamunterricht“ an deutschen Schulen

vom

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, möchte Islamunterricht für muslimische Kinder in ganz Deutschland.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 11:49 Uhr

Berlin | Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hält Islamunterricht für die beste Möglichkeit, junge Muslime immun zu machen gegen die Versuchungen von Fundamentalisten. Das sagte der Münchner Landesbischof der „Heilbronner Stimme“ am Freitag.

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bieten bisher islamischen Religionsunterricht an. Im Saarland wird der islamische Religionsunterricht derzeit in den ersten Klassen erprobt.

Junge muslimische Schüler müssten die Möglichkeit erhalten, sich kritisch mit der Tradition ihrer Religion auseinanderzusetzen. „Sie können zugleich Neues über den Islam lernen - und das auf dem Boden des Grundgesetzes“, sagte Bedford-Strohm.

Er plädierte dafür, dass die islamischen Verbände wie die christlichen Kirchen den Religionsunterricht an den Schulen selbst verantworten. Dafür wünsche er sich, „dass die Muslime in Deutschland sich so aufstellen, dass es klare Ansprechpartner für den Staat gibt“.

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