Abreise vom G7-Gipfel : Donald Trump zum Handelsstreit: Am liebsten gar keine Zölle

Vorzeitige Abreise vom G7-Gipfel in Kanada: US-Präsident Donald Trump.
Vorzeitige Abreise vom G7-Gipfel in Kanada: US-Präsident Donald Trump.

Kurz vor seiner Abreise warnt US-Präsident Trump im Handelstreit vor Vergeltung von Strafzöllen.

shz.de von
09. Juni 2018, 17:15 Uhr

Quebec | US-Präsident Donald Trump hat Europäer und Kanadier davor gewarnt, auf die Strafzölle der USA mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren. Wer das mache, begehe einen Fehler, sagte Trump am Samstag am Rande des G7-Gipfels im kanadischen La Malbaie. Das Beste wäre, wenn es überhaupt keine Zölle gebe.

Trump bezeichnete den Gipfel als großen Erfolg. Gleichwohl verließ er das Treffen mit den führenden Wirtschaftsmächten deutlich vor dem Ende.

Er habe bei den G7-Partnern für eine gemeinsame Handelszone ohne Zölle und andere Barrieren sowie auch ohne Subventionen plädiert, sagte Trump am Samstag in der kanadischen Stadt La Malbaie vor Journalisten. Seine Vorgänger im Weißen Haus seien dafür verantwortlich, dass die Führer anderer Länder Verträge auf Kosten der USA hätten abschließen können. Die USA haben Strafzölle auf Stahl und Aluminium erhoben.

Trump wirbt weiter für G8

Außerdem hat Trump erneut für eine Wiederaufnahme Russlands in die Gruppe führender Industrienationen geworben. Trump sagte, er hielte das für einen echten Gewinn. Es wäre gut für Russland und gut für die USA, spreche man doch über den Weltfrieden, sagte Trump am Samstag am Rande des G7-Gipfels im kanadischen La Malbaie. Die Gruppe sei bedeutsamer, wenn Russland dabei sei.

Trump hatte eine Wiederaufnahme Russlands kurz vor seiner Abreise nach Kanada aufgebracht. Die G7 hätten darüber diskutiert, sagte Trump am Samstag. Bereist am Freitag hatten Staats- und Regierungschefs aber zum Ausdruck gebracht, dass sie Trumps Vorschlag nicht unterstützen.

Russland war 2014 wegen der Annexion der Krim aus den G8 ausgeschlossen worden. Trump sagte, es sei die Schuld seines Vorgängers Barack Obama, dass die Krim verloren gegangen sei. Russlands Präsident Wladimir Putin nannte er nicht.

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