Viraler Internet-Hit : Dieses Foto steht symptomatisch für den Instagram-Wahnsinn unserer Zeit

Eine absurde Szene: Drei Pärchen machen vermeintlich seltene Aufnahmen an der Maya Bay. Bekannt wurde der Strand vor allem durch 'The Beach'. Screenshot: twitter.com/thekitze
Eine absurde Szene: Drei Pärchen machen vermeintlich seltene Aufnahmen an der Maya Bay. Bekannt wurde der Strand vor allem durch "The Beach". Screenshot: twitter.com/thekitze

Ein Motiv, viele Fotografen: Was wie ein zufälliger Schnappschuss wirkt, offenbart die absurde Welt von Instagram.

shz.de von
31. Juli 2018, 12:41 Uhr

Maya Bay Beach | Wer heutzutage in beliebte Urlaubsregionen reist, wird sie kennen: die Instagrammer. Kaum ein Motiv lassen die Selbstdarsteller aus, um es für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das kann mitunter skurrile Züge annehmen - so geschehen im Falle eines besonderen Touristen-Hotspots in Thailand. Ein zufälliger Schnappschuss zeigt den Irrsinn auf einen Blick.

Im Internetforum Reddit postete Nutzer Lewy-G ein Bild, das am Maya Bay Beach entstanden ist. Der Ort ist bekannt aus dem Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio. Zur Entstehung des Fotos schrieb der Nutzer: Als er gerade ein Bild seiner Freundin gemacht habe, habe er erst bemerkt, "dass das auch all die anderen anwesenden Instagram-Freunde machten." Drei weitere Pärchen sind auf dem Foto zu erkennen, die allesamt dieselbe Szenerie mit ihrer Freundin einfangen wollen– eine absurde Szene, die derzeit durchs Netz gereicht wird:

I was stood taking a photo of my girlfriend in the sea, then realised so was every other Instagram boyfriend. from r/funny

Der Traumstrand aus dem Hollywood-Film wurde übrigens bereits Anfang Juni für vier Monate gesperrt. Damit soll sich der Strand vom Ansturm der Touristen erholen können, die ihn regelrecht belagern. Die Umweltschäden sind massiv. Mit der Schließung von Maya Bay soll vor allem den dortigen Korallenbänken die Möglichkeit gegeben werden, sich zu regenerieren.

Mit Beginn der Hauptsaison im November dürfen Urlauber allerdings wieder ins Wasser – wenn auch nicht mehr bis zu 5000 Menschen wie bisher, sondern höchstens nur noch 2000. Experten zweifeln, dass die viermonatige Pause genug ist.
 

(mit dpa)

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