Wacken Open Air : Die Ruhe vor dem Sturm

Gute Laune ist Pflicht: Zahlreiche Besucher bevölkern am Wochenende den Ort Wacken im Kreis Steinburg. Foto: Dewanger
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Gute Laune ist Pflicht: Zahlreiche Besucher bevölkern am Wochenende den Ort Wacken im Kreis Steinburg. Foto: Dewanger

Der Countdown läuft: Am Donnerstag startet in Steinburg das Wacken Open Air. Zwei Drittel der Campingplätze sind bereits belegt. Die Anreise der Metalheads verlief bislang problemlos.

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30. Juli 2009, 11:19 Uhr

Rainer Barke von der Einsatzleitung auf dem Wacken Festival bestätigt: "Das Konzept zur Verkehrsplanung greift." Mit einigen kleineren Staus sei immer zu rechnen, genau so mit liegen gebliebenen Autos oder Alkohol am Steuer. Aber das gehöre jedes Jahr wieder dazu. "Das Wichtigste ist, dass alle ruhig bleiben. Die Grundstimmung muss relaxed sein, sonst funktioniert gar nichts", weiß Barke aus Erfahrung.
Sein Kollege Jan Häbel jedoch, der für das Geschehen auf dem Festival-Gelände zuständig ist, hat in den ersten Tagen vor dem eigentlichen Beginn schon einigen Ärger verzeichnen können: Zwei Trunkenheitsfahrten, eine Körperverletzung, ein aufgeschnittenes und durchsuchtes Zelt sowie einen betrunkenen 16-Jährigen, der daraufhin ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Genau das ist das Problem", erklärt der Polizist. Die Eltern der Jugendlichen seien zwar zu benachrichtigen, doch diese würden oft Kilometer weit entfernt wohnen und könnten somit ihre Schützlinge nicht abholen.
Im weiteren Verlauf des Festivals rechnet die Polizei mit vermehrten Taschendiebstählen sowie Körperverletzungen im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen. Letztere werden bei Bedarf sofort an Nils Sahnwaldt vom Deutschen Roten Kreuz weitergeleitet. Doch bisher sei auch hier alles "harmonisch" verlaufen. "Natürlich kommen immer wieder Besucher mit kleinen Wehwehchen oder Verbrennungen vom Grillen, aber das haben wir bisher gut im Griff". Skurriles und Verrücktes sei ihm in diesem Jahr noch nicht begegnet - aber in den letzten fünf Jahren. Sahnwaldt erinnert sich an Unterhosen aus Panzertape oder einen Bierhalter, der mit Sekundenkleber an der Haut befestigt wurde. Auch, wenn bisher noch alles in geordneten Bahnen verläuft, steht eines für die Ordnungshüter vom Wacken schon ganz sicher fest: Die Wackenbesucher sind erfinderisch - in jeglicher Hinsicht. Das bisher war nur die Ruhe vor dem Sturm. Ab Donnerstag geht es erst richtig los.

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