Landtagswahl : Die Kontrahenten stehen fest

Peter Harry Carstensen möchte mit der CDU an der Regierung bleiben. Foto: dpa
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Peter Harry Carstensen möchte mit der CDU an der Regierung bleiben. Foto: dpa

Der Wahlkampf kann beginnen: Die Nordparteien haben ihre Listen für die Landtagswahl im September aufgestellt. Wer ist neben den Rivalen Stegner und Carstensen noch dabei?

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16. August 2009, 02:39 Uhr

Für CDU und SPD stand früh fest: Sie setzen bei der kommenden Landtagswahl weiter auf ihre Spitzenkandidaten Peter Harry Carstensen und Ralf Stegner. Auch am persönlichen Dauerzwist zwischen den bei den "Kampfhähnen" war die bisherige Große Koalition in Kiel zerbrochen. Jetzt sollen die Karten neu gemischt werden. Nur eines steht fest: Der "Rote Rambo" Stegner und der bärige "Landesvater" wollen nicht mehr zusammen regieren.
Da es aber laut Umfragen kaum für eine der beiden großen Parteien eine regierungsfähige Mehrheit geben wird, gibt es bereits Spekulationen auf mögliche Koalitionspartner.
Die FDP tritt mit Wolfgang Kubicki in den Wahlkampf. Er spekuliert auf eine Regierungsbildung mit der CDU - laut Umfragen ist dieses Ergebnis sehr wahrscheinlich. Eine "Ampel" mit SPD und Grünen schloss Kubicki aus. In der aktuellen Konstellation sei ein solches Bündnis undenkbar, sagte Kubicki. "Wir werden definitiv Ralf Stegner nicht zum Ministerpräsidenten wählen", bekräftigte er. "Die Schleswig-Holsteiner haben die Wahl zwischen Schwarz-Gelb, Rot-Rot-Grün und einer Neuauflage der großen Koalition."
Grüne wollen "knallgrün" in den Wahlkampf
Bei den Grünen steht Finanzexpertin Monika Heinold als Spitzenkandidatin fest. Fraktionschef Karl-Martin Hentschel verkündete seinen Abschied von der landespolitischen Bühne, nachdem er sich überraschend nicht auf Platz vier der Landesliste durchsetzen konnte. Die Grünen gehen ohne Koalitionsaussage mit einem betont eigenständigen Kurs in die Landtagswahl. "Ich bewerbe mich als Eure Spitzenkandidatin, weil ich gemeinsam mit Euch einen Wahlkampf führen möchte, der kurz, knackig, dynamisch und knallgrün ist", sagte Heinold. Umfragen zufolge können sie diesmal mit einem zweistelligen Ergebnis rechnen. 2005 hatten sie mit 6,2 Prozent nur vier Landtagsmandate geholt.
Die Linke zieht mit der früheren Grünen-Landeschefin Antje Jansen als Spitzenkandidatin in die vorgezogene Landtagswahl am 27. September. Die 59 Jahre alte Bürgerschaftsabgeordnete aus Lübeck setzte sich am Sonntag auf einem Parteitag in Kiel gegen zwei Konkurrentinnen durch.
Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) setzt auf die Landtagsabgeordneten Anke Spoorendonk und Lars Harms an der Spitze. Der SSW ist nicht an die Fünf-Prozent-Hürde gebunden und möchte diesmal drei Sitze im Parlament ergattern. Der SSW könne sich eine Regierungsbeteiligung vorstellen, sagte Spoorendonk auf dem außerordentlichen Parteitag am Sonnabend. "Wir übernehmen gern Verantwortung - aber nicht um jeden Preis."

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