Die HSH ist der weltgrößte Schiffsfinanzierer

Die HSH Nordbank entstand 2003 aus der Fusion der Landesbanken in Kiel und Hamburg. In ihrem Heimatmarkt im Norden ist die Bank Marktführer im Firmenkundengeschäft.

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24. Februar 2009, 01:43 Uhr

Dazu betreibt das Institut die internationalen Geschäftsfelder Shipping, Transport (Luftfahrt), Immobilien und erneuerbare Energien. Die HSH Nordbank ist ein führender Finanzdienstleister im Transportbereich und der weltweit größte Schiffsfinanzierer. Im Immobiliengeschäft zählt sie zu den drei bedeutendsten Banken in Deutschland. Nach den schweren Einbußen durch die Finanzkrise will sich die Bank auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Die Bank mit einer Bilanzsumme von zuletzt rund 200 Milliarden Euro unterhält einen Doppelsitz in Hamburg und Kiel. Bislang arbeiteten Niederlassungen und Repräsentanzen an zahlreichen Standorten in Europa, Asien und Amerika, einschließlich der wichtigen internationalen Finanzzentren New York, London und Luxemburg. Für den Auslandsbereich hat der Vorstand jedoch bereits im Zuge der Restrukturierung der Bank eine drastische Verkleinerung eingeleitet. Zudem soll das Geschäftsvolumen der künftigen Kernbank ungefähr halbiert werden und 1100 von 4300 Arbeitsplätzen fallen weg.
Seit 2006 ist die HSH Nordbank keine lupenreine öffentliche Bank mehr, sondern wesentliche Anteile werden von neun Investorengruppen rund um den US-amerikanischen Investmentbanker J.Cristopher Flowers gehalten. Größter Aktionär ist Hamburg mit 30,41 Prozent, Schleswig- Holstein hält 29,10 Prozent, der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein 13,20 Prozent, die schleswig-holsteinische Sparkassen-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG 1,62 Prozent und die von Flowers vertretenen Investorengruppen besitzen 25,67 Prozent. Durch die am Dienstag beschlossene Kapitalerhöhung verschieben sich die Kapitalverhältnisse zugunsten der Länder. Das ursprünglich angestrebte Ziel eines Börsengangs ist nach den Verheerungen durch die Finanzkrise in unerreichbare Ferne gerückt.

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