Diskussion : Dialog an der Grenze - zweite Auflage am Samstag

"Niemand ist von Natur aus böse - oder?" Das ist die Grundsatzfrage der Diskussion am kommenden Samstag.

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27. September 2012, 07:23 Uhr

Flensburg | Im vergangenen Jahr startete der "Dialog an der Grenze" als Gemeinschaftsprojekt des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages und der SBV eG, Flensburgs größter Wohnungsbaugenossenschaft. Ziel ist es, Themen ins Gespräch zu bringen, die an die Grenze der menschlichen Existenz gehen.
Die erste Lesung fand im vergangenen Jahr mit Literatur-Nobelpreis-Träger Günter Grass zum Thema "Nichts ist je vorbei" statt. Im Fokus standen die über Jahrhunderte immer wiederkehrenden gleichen Schwierigkeiten im menschlichen Umgang miteinander: Profitgier, Rücksichtslosigkeit, kurzsichtige Entscheidungen und fehlender Respekt.
Wie werden Menschen zu Verbrechern?
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Berichterstattung über Gewalttaten im familiären Umfeld, über Missbrauchsfälle oder Massaker wie auf der norwegischen Insel Utoya stellt der Dialog dieses Jahr die Frage: "Niemand ist von Natur aus böse - oder?" Wie werden Menschen zu Verbrechern? Sind Täter immer böse?
Dazu liest der bekannte Tatort- und Krimiautor Friedrich Ani aus seinen Büchern "Die Tat" und "Die Idylle der Hyänen". Anschließend stellt er sich der Diskussion mit
Thomas Brauchrowitz, Leiter der Polizeidirektion Kiel
Jochen Berns, Staatsanwaltschaft Flensburg
Anselm Kohn, Verein Missbrauch in Ahrensburg
Moderation: Kathrin Fischer
Die Veranstaltung beginnt Samstag, 29. September, 20 Uhr, im alten Schwurgerichtssaal des Flensburger Landgerichts. Karten gibt es für 5 Euro an der Abendkasse.

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