Datenmissbrauch : Datenhehlern auf der Spur: Razzia in Viersen

Stammt die CD mit 17.000 Kontodaten aus einem Unternehmen in Viersen? Die Staatsanwaltschaft ließ dort Büros und Wohnungen durchsuchen.

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13. August 2008, 12:50 Uhr

In dem Skandal um eine CD mit Kontoverbindungen von 17.000 ahnungslosen Verbrauchern hat die Polizei eine Firma in Viersen am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen) durchsucht. Es werde gegen die beiden Geschäftsführer des Unternehmens wegen versuchten Betruges und Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz ermittelt, sagte ein Sprecher der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft. Auch die Privatwohnungen der Geschäftsführer seien am Dienstagabend durchsucht und Unterlagen sowie Computer beschlagnahmt worden. Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Dr. Thilo Weichert hatte Strafanzeige erstattet. Die CD war dort Verbraucherschützern zugespielt worden.
Man stehe mit den Ermittlungen noch ganz am Anfang, betonten die Ermittler. Nun werde versucht, den Weg der Daten zu rekonstruieren. Möglicherweise sei das Unternehmen in Viersen nur ein Zwischenhändler. Dass es sich bei den 17.000 betroffenen Bürgern um Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) handele, könne er derzeit nicht bestätigen, sagte der Behördensprecher. Die SKL prüft nach eigenen Angaben noch, ob die Daten aus ihren Beständen stammen können. Das Unternehmen in Viersen tritt als Marketing und Consulting-Unternehmen auf. Es war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

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